Weltausbruch in kraftvoller Sprache

Von harbran | 30. Mai 2007

Nachdem hier schon mehrmals an das gute alte Mahavishnu Orchestra erinnert wurde, anläßlich der CDs von Trilok Gurtu oder des radio.string.quartet, habe ich mich nach sicher mehr als einem Jahrzehnt mal wieder hingesetzt mit The Inner Mounting Flame von 1971 (eigentlich wollte ich ja Pat Metheny und Brad Mehldau’s neue namens ‘Quartet’ besprechen; sie ist mir aber doch zu plätschernd – passabler Jazz für nebenher, aber nicht allzu vieler Worte wert…)

Mahavishnu Orchestra - The Inner Mounting Flame

Das fegt ordentlich:

Gleich der Einstieg mit ‘Meeting Of The Spirits’ erzählt in kraftvoller musikalischer Sprache die Geschichte dieser fünf Individualisten, als würden sie sich hier gerade erst finden. ‘Dawn’ kühlt sodann die Gemüter ab, ruhige Melodik und intensive rhythmische Crescendi folgen einander, um sich in rasendem Stakkato zu brechen. Mein Favorit für ruhige, nichts desto weniger energetische Momente: ‘A Lotus On Irish Stream’ – das verspricht nicht nur eine gälisch-hinduistische Mischung, es hält auch!

Zuletzt ‘Awakening’: hier sprengen McLaughling, Hammer, Cobham und Co die Grenzen des Fusion Jazz: was vielleicht vorher an der Grenze von Rock und Jazz angesiedelt war, bricht in einer breiten Stampede aus in die weite und vor allem die ganze Welt.


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