982 in 415 auf 1

982 Ausgaben in 415 Heften – jetzt auf 1 DVD.

karl kraus - die fackel

Zwischen 1899 und 1936 publizierte Karl Kraus die in späteren Jahren großteils nur noch von ihm allein geschriebene Fackel, eine der prägendsten Zeitschriften überhaupt; und weil man – kurz nach seinem Tod im 36er Jahr – die Juden Wiens in alle Welt zerstreut hat, auch ein Werk globalen Einflusses.

Wollte man Kraus auf einen Polemiker reduzieren, so wäre das wenig und ungerecht – aber die Größe seines polemischen Schaffens stünde dennoch einzigartig im Raum dieses ansonsten nicht gerade geistreichen 20. Jahrhunderts. Karl Kraus mag ein spitzfedriger Kritiker seiner Zeit und Zunft gewesen sein – einer der ersten, welche die Presse als Objekt beißenden Humors entlarvten: mit der Methode des Zitats als Selbstverlächerlichung.

Natürlich: ein Moralist von geradezu biblischen Dimensionen wohnte gleichfalls in ihm. Er mochte sich für Themen der Zeit, die Frauen, die Sexualität, die Juden und andere geknechtete Zeitgenossen wie die Kunden der Südbahngesellschaft zu ereifern und dabei zu nachgerade heiligem Zorn aufzufahren. Oder war es nur die vor wie nachher unerreichte Sprachgewalt in allen Registern und auf allen Ebenen der Gesellschaft seiner Zeit, die ihm dermaßen Autorität verleihen konnte?

Die Reprint-Ausgabe, die ich seit doch nunmehr etlichen Jahrzehnten mein eigen nenne, liegt bändeweise wunderbar in der Hand, erlaubt auch ein wenig die haptische Sensation der seinerzeitigen ersten Leser nachzuvollziehen – aber unhandlich ist sie schon, und gar, wenn man was drinnen sucht. Ein solches Œuvre schreit geradezu nach der Digitalisierung. Erst recht, wenn die Schutzfrist des Urheberrechts (endlich) abgelaufen ist.

Erhältlich zum Spottpreis von nicht mal 20 € exklusiv bei Zweitausendeins.

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