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Ein Abend barocker Freude

Der Venezianer Antoinio vivaldi hat nicht nur notorische violinkonzerte geschrieben sondern auch eine wahre Unzahl an Opern. Erstaunlich dabei ist, wie hoch die musikalische Qualität der meisten davon ist – weit entfernt von Dutzendware.

Davon mag man sich zumindest klanglich überzeugen, wenn die Accademia Bizantina unter Ottavio Dantone den Tito Manlio, den Vivaldi 1719 für Mantua komponiert hat, eigentlich als Hochzeitsoper – doch die Eheschließung musste nach Verweigerung durch die Braut abgesagt werden, nicht so jedoch die Oper, was für den Kunstsinn des statthaltenden Fürsten spricht.

Versammelt hat sich eine erlesene Sängerinnen- und Sängerriege: allen voran Roberta Invernizzi und Milena Storti, sowie Delphine Galou, Marina de Liso und Maria Hinojosa Montenegro sowie die Herren Sergio Foresti, Anicio Zorzi Giustiniani und Bruno Taddia.

Vivaldi hat diesen Tito Manlio für ungewöhnlich großes Instrumentalensemble geschrieben, offenbar dem festlichen Auftrag geschuldet, und den meisten Instrumentalisten anspruchsvolle solistische Passagen in die Arienbegleitungen geschrieben, zudem eine enorme Variationsbreite der Rezitative an den Tag gelegt. Das macht ehrlich Freude!

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