Vom Stalinismus zur Demokratie

Brigitte Halbmayr legt eine zu recht als ‘politisch’ bezeichnete Biografie von Hermann Langbein vor: dem Kommunisten wird sie jedoch weniger gerecht als dem Spanienkämpfer, KZ-Überlebenden, Nazijäger und Zeitzeugen. Die moralische Instanz, die Langbein in den späteren Lebensjahrzehnten zweifellos darstellte, strahlt in seine frühen Jahre über – ob zu recht, ist im Rahmen dieses Buchs nicht zu klären. [weiter…]

Subtext der Enttäuschung

Der ehemalige DDR-Historiker Wolfgang Ruhe musste in jungen Jahren aus Hitlerdeutschland fliehen und erlebte in der Sowjetunion die Entzauberung des kommunistischen Traums. [weiter…]

Vom langen Leben der Dummheit

Eine wirklich umfassende Geschichte hat der Oxforder Professor für Kirchengeschichte Diarmaid MacCulloch da geschrieben:

In seinem Buch Die Reformation 1490-1700 umspannt der Historiker nicht nur die Zeitspanne von den innerkirchlichen und politischen Entwicklungen, die direkt zu Luthers Thesenanschlag führten, bis zur Stabilisierung der protestantischen Reiche zu Beginn des 18. Jahrhunderts, sondern auch die Breite [weiter…]

Revolution, Krieg, Kaiser – eine Vorlage

Die Französische von 1789 war beileibe nicht die erste Revolution der Geschichte, doch stellt ihr Fortgang von der gerechten Empörung durch die Paranoia der äusseren und inneren Bedrohung in den Terreur und schlussendlich die Diktatur eine paradigmatische Entwicklung dar: Revolutionen kommen nicht von ungefähr – wenn man vielleicht die kubanische einmal aussen vor läßt – [weiter…]