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Gefunden! – Gefunden!! – Gefunden!!!

Ich probiere ja von Zeit zu Zeit einen der Music Streaming Dienste aus, wenn ich den Eindruck gewinne, sie könnten mir was zu bieten haben.

So habe ich ein paar Monate den französischen Service qobuz genutzt, habe aber recht bald festgestellt, dass es wenig zu hören, dafür viel zu kaufen gibt. So führt man die [weiter…]

Mitunter Müll auf hohem Niveau

Man darf von einem Kaliber wie Dr. John sicher erwarten, so manches lebendige Stück in handwerklicher Perfektion serviert zu bekommen. Allerdings ist der Altmeister auf seinem letzten Album Ske-Dat-De-Dat – The Spirit of Skatch einem ähnlichen Wahn verfallen, wie neuerdings auch Bob Dylan. Dr. John singt aber nicht einfach alte Hadern nach – wobei von [weiter…]

The Old Man & The Blues

OK, man wird alt. Beim Stöbern nach alten Konzertplakaten aus den guten alten Hippie-Tagen Ende der Sechziger Jahre bin ich auf einen Musiker gestoßen, der auf vielen dieser Ankündigungen groß mit von der Partie war, neben den Grateful Dead und allen anderen: James Cotton.

Und zufällig hab ich unlängst in einem Pulk von CDs eine [weiter…]

So sprach Lucy Crowe

So viel auch gegen Religion im Allgemeinen und im Speziellen einzuwenden sein mag, gegen die sakral-musikalischen Äußerungen von Komponisten vom Kaliber eines Antonio Vivaldi oder Georg Friedrich Händel kann man nichts haben. Und zum Glück sind die lateinischen Texte nur bruchstückhaft zu verstehen.

Händel und Vivaldi: Dixit dominus – Lucy Crowe

Spannend ist [weiter…]

Vokalisen

Der Werkstattblick, den Bertl Mütter unlängst im Konzerthaus gewährte, hat mich dazu aufgestachelt, ein paar Produktionen unter seiner Mitwirkung auszugraben:

ChoralConcert: Passion

Allerdings: was das Trio Karl Scharnweber, Thomas Klemm und Wolfgang Schmiedt hier durchwegs bietet, ist fad.

Die zugrunde liegenden Choräle sind von anonymer Hand oder von weitestgehend unbekannten Komponisten – [weiter…]

Biografie eines Karrieresoldaten

Der Drecksack General Paulus – so kommt das Echo der Nachkriegseinschätzung im Westen Deutschlands bei einem ihrer fundamentalen Kritiker an, dem linken Liedermacher Franz Josef Degenhardt.

In der BRD musste man dem General nicht vergeben, dass er in Stalingrad kapitulierte – er hatte sich anschließend auf Seiten Stalins und der DDR gestellt, womit man im [weiter…]

Die Hauptstadt der Dummheit

Wer könnte besser über das babylonische Geschichtsgewirr einer Stadt wie Jerusalem schreiben, als einer aus dem Klan der Montefiore, die sich, wenn auch nicht in direkter Linie, von Moses Montefiore herleiten, einem der Wegbereiter des Zionismus?

Der britische Historiker Simon Sebag Montefiore, der schon mit fundierten Werken zu Stalin aufgefallen ist, nimmt sich in [weiter…]

Der Blick von drüben

Über diese gigantische Schlacht ist viel geschrieben und allerdings auch viel gelogen worden, bewusst oder unterbewusst, sie ist zu dem entscheidenden Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs stilisiert worden, obzwar sie eigentlich bloß der Punkt der äußersten Dehnung des deutschen Vormarsches war, der sich in der Weite des russischen Raumes von vornherein totlaufen musste.

Die Betrachtung war [weiter…]

Eine Reise in den Kosmos der ‘Cantos’

Es gibt eine Reihe von kreativen Köpfen, die sich an einem Punkte ihres Lebens bewusst für die dunkle Seite der Macht, wie man das nennen könnte, entschieden haben. Zum Glück sind es sehr sehr wenige…

Beim diesjährigen Nobelpreisträger für Literatur, dem Chinesen Mo Yan, vermag ich das Dilemma aus zwei Gründen nicht zu lösen: ich [weiter…]

Wieder und neu Entdecktes, genial gespielt

Ach ja: Mendelssohn… aber dann ist es doch ein unvergleichlich intensives Erlebnis an diesem Abend im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses, wie das Artemis Quartett dieses 6. Streichquartett op. 80 von 1847 fegen lässt, man kann es gar nicht anders nennen. Und es ist damit sofort klar geworden, dass das Mendelssohn’sche Quartettschaffen noch einmal gründlich gehört [weiter…]