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Mitunter Müll auf hohem Niveau

Man darf von einem Kaliber wie Dr. John sicher erwarten, so manches lebendige Stück in handwerklicher Perfektion serviert zu bekommen. Allerdings ist der Altmeister auf seinem letzten Album Ske-Dat-De-Dat – The Spirit of Skatch einem ähnlichen Wahn verfallen, wie neuerdings auch Bob Dylan. Dr. John singt aber nicht einfach alte Hadern nach – wobei von [weiter…]

The Old Man & The Blues

OK, man wird alt. Beim Stöbern nach alten Konzertplakaten aus den guten alten Hippie-Tagen Ende der Sechziger Jahre bin ich auf einen Musiker gestoßen, der auf vielen dieser Ankündigungen groß mit von der Partie war, neben den Grateful Dead und allen anderen: James Cotton.

Und zufällig hab ich unlängst in einem Pulk von CDs eine [weiter…]

Vokalisen

Der Werkstattblick, den Bertl Mütter unlängst im Konzerthaus gewährte, hat mich dazu aufgestachelt, ein paar Produktionen unter seiner Mitwirkung auszugraben:

ChoralConcert: Passion

Allerdings: was das Trio Karl Scharnweber, Thomas Klemm und Wolfgang Schmiedt hier durchwegs bietet, ist fad.

Die zugrunde liegenden Choräle sind von anonymer Hand oder von weitestgehend unbekannten Komponisten – [weiter…]

Kammermusikaler Double-Bass

Avishai Cohen wird zu Recht als einer großen Jazzer der Gegenwart gehandelt – und es ist eine sehr intelligente, kammermusikalische Variante des Jazz, die er im Trio zu Gehör bringt. [weiter…]

Über das Dis in Dis-covered

Mezzo/Alt Elisabeth Kulman setzt eine Serie außerordentlich bemerkenswerter Performances fort mit einer CD, die sich Liedern und Stücken von Modest Mussorgsky widmet, gespielt allerdings mit einem ungewohnt besetzten Quartett aus hochkarätigen Musikern – mit Wurzeln im Jazz. Phänomenal! [weiter…]

Altbewährtes großartig

Altmeister Pharoah Sanders macht wieder mal Station im Wiener Porgy & Bess. [weiter…]

Weltfremde Weltmusik

Letzteres bürgt ja inzwischen mehrheitlich für Unqualität, doch die New Yorker Band Hazmat Modine um Kreativkopf Wade Schuman (Diatonische Mundharmonika, Gitarre, Banjitar, Lead Vocals) stellt wieder positive Bezüge her: Roots Music im besten Sinn.

Schuhman ist ein Virtuose im Blues der zwanziger und dreißiger Jahre, und er verfügt über die passende Hobo-Stimme. Darunter legen Hazmat [weiter…]

Napoletanische Canzonetti alla Jazz

Die Napoletanerin Maria Pia de Vito gehört gewiss nicht seit gestern erst in die Elite europäischen Jazz-Gesangs. Dennoch braucht man immer mal wieder einige Zeit, bis man über solche singulären Erscheinungen auch stolpert. Auf der Suche nach noch nicht in der Sammlung befindlichen Spuren von Joni Mitchell stieß ich dann auf eine Aufnahme vom Umbria [weiter…]

Weltausbruch in kraftvoller Sprache

Nachdem hier schon mehrmals an das gute alte Mahavishnu Orchestra erinnert wurde, anläßlich der CDs von Trilok Gurtu oder des radio.string.quartet, habe ich mich nach sicher mehr als einem Jahrzehnt mal wieder hingesetzt mit The Inner Mounting Flame von 1971 (eigentlich wollte ich ja Pat Metheny und Brad Mehldau’s neue namens ‘Quartet’ besprechen; sie ist [weiter…]

Trilok Gurtu & Arke String Quartet

Eine auf den ersten Blick wahrhaft schräge Kombination: die vier Italiener vom Arkè String Project, das bisher mit “Acquario” eher weniger aufgefallen ist, haben sich mit dem indischen Percussionisten Trilok Gurtu zusammengetan. Herausgekommen ist eine wundbar dichte, musikalisch trotz vieler überwundener Grenzen kompakte Gratwanderung zwischen östlicher und westlicher Tradition:

Mit der CD Arkeology beweisen [weiter…]