Kulturbeutel
Der Tannhäuser im Repertoirebetrieb
Donnerstag, 9. September 2010 - von harbranAm Tannhäuser hat Richard Wagner sich auch nach der Premiere der ersten Fassung sein ganzes weiteres Leben lang erfolglos abgemüht. Das lag in erster Linie daran, dass er sich im Libretto eines Themas angenommen hatte, das ihn erstens selbst widerspiegelte und betraf und zweitens realiter gar nicht aufzulösen war und ist.
Es ist eines der großen [...]
Tags: Staatsoper,Wagner
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Verzicht auf Geistesblitze
Freitag, 18. Juni 2010 - von harbranDie Wiener Festwochen ehren dies’ Jahr Alban Berg, und so gibt es nach dem Wozzeck im Mai nun auch die Lulu: die Inszenierung von Peter Stein stammt aus dem letzten Jahr und wurde für die Opéra de Lyon entwickelt. Sie zeichnet sich durch stringentes Erzählen und recht konventionelle Figurenzeichnung aus – was auf der Bühne [...]
Tags: Berg,Cerha,Festwochen,Moderne,Theater/Wien
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Der lustlose Virtuose versenkt ein Standardwerk
Freitag, 28. Mai 2010 - von harbranMit dem ersten Klavierkonzert op. 23 in b-moll von Pjotr Iljitsch Tschaikowski hat es eine ganz eigene Bewandtnis: es gehört zu den meistgespielten seiner Gattung überhaupt, und das dankt sich in erster Linie dem Einleitungsmotiv in Des-Dur, das weit über die Konzertsäle und die Hörerschaft von klassischer Musik hinaus bekannt ist.
Dabei ist gerade der lange [...]
Tags: Berg,Tschaikowski,Zemlinsky
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Ein kräftiges Lebenszeichen von der ersten Oper der Moderne
Montag, 17. Mai 2010 - von harbranAlban Berg, für den heuer – im Schatten des Genius Mahler – ein nur schemenhaft beachteter runder Geburts- und Todestag zu vermerken ist, ist immerhin den Wiener Festwochen ein eigenes Fest für Alban Berg wert: so kommen wir endlich wieder in den Genuss seiner Opern!
Hatte sein Lehrer Arnold Schönberg sich noch verhalten gewundert, ob [...]
Tags: Berg,Festwochen,Moderne,Theater/Wien
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Ein Hörereignis in szenischer Armut
Freitag, 7. Mai 2010 - von harbranDie Welt der Barockoper ist überreich an Stücken – es muss nicht immer Händel sein. Gut: der Venezianer Tomaso Albinoni ist hier – bis auf einige Instrumentalwerke – weitestgehend unbekannt, hat aber etwa 80 Werke für die Opernbühne verfasst.
Entsprechend zu danken ist es der Wiener Kammeroper, die sich regelmäßig um wenig gespielte Werke annimmt, sich [...]
Tags: Albioni,Barockoper,Kammeroper
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Ms. Fleming gibt sich die Ehre
Samstag, 1. Mai 2010 - von harbranRenée Fleming hat sich von der MET die Armida gewünscht: und sie hat sie bekommen – so weit, so gut.
Die Geschichte der Zauberin Armida und der Liebe des Ritters Rinaldo aus Torquato Tassos Gerusalemme liberata ist unzählige Male vertont worden, eine typisch barocke Librettovorlage. Und in der Barockoper mit ihren aufwändigen Verwicklungen und kaum nachzuvollziehenden [...]
Tags: MET,Rossini
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Abwesender Jupiter – composers remix
Donnerstag, 22. April 2010 - von harbranDer Meister hat bei sich selber abgeschrieben: zu jener Zeit war’s aber noch gang und gäbe, neue Opern in Gestalt von Pasticci einfach aus den Highlights anderer Werke zusammen zu stellen – was für die Sänger den Vorteil hatte, dass sie mit ihnen bekannten Stücken brillieren konnten, und die Hörer mit bereits bekannten Highlights versorgte; [...]
Tags: Händel,konzertant,Theater/Wien
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Kühne Klangvisionen im Börsensaal
Mittwoch, 21. April 2010 - von harbranDass die Revolution von 1917 nicht nur Geldsäcke und Aristokraten aus Russland vertrieb, sondern auch Künstler, Schriftsteller und Musiker, ist nichts Neues. Dass man in den Künsten in den Zwanziger Jahren gerade in Moskau und St. Petersburg kompromisslos modern zu Werke ging, auch nicht. Die wahre Moderne aber, die dem gesamten Jahrhundert ihren Stempel aufdrücken [...]
Tags: Odeon,Prokofjew
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Der mittlere Beethoven
Dienstag, 20. April 2010 - von harbranNeben dem alten geht der mittlere bisweilen unter: so war mir die stupende Kombination aus vorausweisender Moderne und schalkischem Witz im Harfen Quartett von Ludwig van Beethoven nicht wirklich bewusst. Man hört bisweilen die frühen Rasumowsky-Quartette und vor allem die späten, aus denen der Titan der Klassik zu uns spricht, jener Beethoven, dem es spielend [...]
Tags: Beethoven,Streichquartett
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Die praktische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik
Sonntag, 18. April 2010 - von harbranNachdem Dmitri Shostakovich seine Vierte Symphonie aufgrund heftiger Kritik in der Pravda zurückziehen musste, machte er sich im April 1937 unter diesem Motto an die Arbeit an seiner Fünften: durchaus gemäßigt, dem recht undurchschaubaren Ideal sowjetischer Kunst folgend – und dabei erkennbar im Versuch, die eigene Künstlerpersönlichkeit hinter dieser Fassade am leben zu erhalten. Shostakovich [...]
Tags: Shostakovich
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