Oper

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Verzicht auf Geistesblitze

Freitag, 18. Juni 2010 - von harbran

Die Wiener Festwochen ehren dies’ Jahr Alban Berg, und so gibt es nach dem Wozzeck im Mai nun auch die Lulu: die Inszenierung von Peter Stein stammt aus dem letzten Jahr und wurde für die Opéra de Lyon entwickelt. Sie zeichnet sich durch stringentes Erzählen und recht konventionelle Figurenzeichnung aus – was auf der Bühne [...]


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Ein kräftiges Lebenszeichen von der ersten Oper der Moderne

Montag, 17. Mai 2010 - von harbran

Alban Berg, für den heuer – im Schatten des Genius Mahler – ein nur schemenhaft beachteter runder Geburts- und Todestag zu vermerken ist, ist immerhin den Wiener Festwochen ein eigenes Fest für Alban Berg wert: so kommen wir endlich wieder in den Genuss seiner Opern!
Hatte sein Lehrer Arnold Schönberg sich noch verhalten gewundert, ob [...]


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Ein Hörereignis in szenischer Armut

Freitag, 7. Mai 2010 - von harbran

Die Welt der Barockoper ist überreich an Stücken – es muss nicht immer Händel sein. Gut: der Venezianer Tomaso Albinoni ist hier – bis auf einige Instrumentalwerke – weitestgehend unbekannt, hat aber etwa 80 Werke für die Opernbühne verfasst.
Entsprechend zu danken ist es der Wiener Kammeroper, die sich regelmäßig um wenig gespielte Werke annimmt, sich [...]


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Ms. Fleming gibt sich die Ehre

Samstag, 1. Mai 2010 - von harbran

Renée Fleming hat sich von der MET die Armida gewünscht: und sie hat sie bekommen – so weit, so gut.
Die Geschichte der Zauberin Armida und der Liebe des Ritters Rinaldo aus Torquato Tassos Gerusalemme liberata ist unzählige Male vertont worden, eine typisch barocke Librettovorlage. Und in der Barockoper mit ihren aufwändigen Verwicklungen und kaum nachzuvollziehenden [...]


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Abwesender Jupiter – composers remix

Donnerstag, 22. April 2010 - von harbran

Der Meister hat bei sich selber abgeschrieben: zu jener Zeit war’s aber noch gang und gäbe, neue Opern in Gestalt von Pasticci einfach aus den Highlights anderer Werke zusammen zu stellen – was für die Sänger den Vorteil hatte, dass sie mit ihnen bekannten Stücken brillieren konnten, und die Hörer mit bereits bekannten Highlights versorgte; [...]


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Kühne Klangvisionen im Börsensaal

Mittwoch, 21. April 2010 - von harbran

Dass die Revolution von 1917 nicht nur Geldsäcke und Aristokraten aus Russland vertrieb, sondern auch Künstler, Schriftsteller und Musiker, ist nichts Neues. Dass man in den Künsten in den Zwanziger Jahren gerade in Moskau und St. Petersburg kompromisslos modern zu Werke ging, auch nicht. Die wahre Moderne aber, die dem gesamten Jahrhundert ihren Stempel aufdrücken [...]


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Petersen, Larmore, Keenlyside – aber was für ein Stück?

Samstag, 27. März 2010 - von harbran

Die französische Oper des 19. Jahrhunderts hat ja eine beachtliche Tradition der Literaturverhunzung auszuweisen: Faust und Werther sind dabei nur die heute noch auf den Spielplänen zu findenden Werke.
Gemeinsames Kennzeichen all dieser auf literarischen Vorlagen basierenden Libretti ist eine an die Grenzen der Unkenntlichkeit stoßende Verstümmelung der Stoffe. Nun mag es ja noch angehen, dass [...]


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Bis aufs Orchester perfekt

Sonntag, 14. März 2010 - von harbran

Der Erfolg, den Christoph Willibald Gluck 1779 in Paris mit seiner Oper Iphigénie en Tauride feierte, ist auch heute noch beinah ab dem ersten Ton verständlich. Der Umbruch aus der – nach Händel in betontem Virtusoentum erstarrten – Barockoper könnte nicht größer sein, und auch nicht besser: Glucks sogenannte Opernreform – eine Rundum-Erneuerung der Gattung [...]


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Ein vielgestalter Protagonist

Mittwoch, 10. März 2010 - von harbran

Ein Stück für 3 Stimmen: Moses, Aron und das Volk Israel. Nirgends in der Opernliteratur wurde jemals dem Chor eine so tragende, vielfältige, dramatische Rolle geschrieben wie es Arnold Schönberg in Moses und Aron tat. Nachdem ich die DVD einer Aufzeichnung aus 2006 schon habe, war nun endlich auch ein Besuch der Wiederaufnahme dran.
Das Werk [...]


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Eine alte Bekannte in modernem Belcanto

Sonntag, 28. Februar 2010 - von harbran

Es geschehen noch echte Wunder, auch in der Staatsoper, selbst wenn das von diesem Opern-Museum eigentlich ganz und gar nicht zu erwarten stünde: der (endlich) scheidende Direktor, den man ja für den Verantwortlichen dieser verstaubten Institution halten muss, hat vor nunmehr drei Jahren einen seltenen Geistesblitz gehabt und seinem Haus eine Oper bestellt. Irgendwie scheint [...]


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