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Das Volkstheater scheint ziemlich am Ende zu sein

Eine scheußliche Textadaption, konfuse Regie und Schauspieler, von denen man nicht sagen kann, ob sie so schlecht sind oder nur so spielen – so kann man Maxim Gorkis ‘Kinder der Sonne’ natürlich auch versenken. [weiter…]

Vor lichten Reihen

Das Volkstheater erfährt wenig Zuspruch vom Publikum, und mit Arthur Schnitzlers ‘Der einsame Weg’ erbringen Schottenberg Mannen und Frauen den sichtbaren Beweis, dass das am ehesten noch an ihnen selber liegt. Ein Naja-so-lala-Theaterabend. [weiter…]

Vom Individuum zum Gemeinschaftswesen

Das Serapions Ensemble bringt in seinen Produktionen jene Mischung aus Theater, Tanz und Performance zu Stande, die ganz einfach Spass macht. Letztes Jahr begeisterte mich die Produktion School of Night, heute das neueste Werk von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits: Voilà.

Es ist modernes Tanztheater ohne Ballettallüren. Über einer wie immer breit gefächerten Auswahl an [weiter…]

Rares Theater am Volkstheater

Zur Abwechslung wieder mal Theater: hatte ich vor etlichen Jahren, als die Ära Schottenberg noch jung war, auf eine Verlängerung meines Abonnements am Volkstheater verzichtet, weil vor allem die Auswahl der Stücke immer seltsamer wurde. Und auf der Basis hinreichender Anziehungskraft des Spielplans kommt es eben nur noch sehr selten zum Besuch einer Vorstellung. Das [weiter…]

Tanz mal was

Nun bin ja – bekennenderweise – gar kein Freund von Ballett: das ist eine Kunstform, die spurlos an mir vorüber geht. Gut: wenn man sich nicht grade bemüht, eine Opernproduktion durch Gehopse aufzulockern, hab ich gar nichts dagegen. Ich muss ja nicht hingehen. Die letzten Einsprengseln im Theater an der Wien – Death in Venice: [weiter…]

Die Stiege im Neunten

Nach vier Folgen kann wohl das Experiment einer Seifenoper auf Basis der Strudlhofstiege von Heimito von Doderer als gelungen bezeichnet werden, wenn auch nicht in allen Facetten:

Das Schauspielhaus liegt sinnigerweise in der Porzellangasse: in welcher Umgebung auch viel von der Handlung des Romans spielt, viele der Protagonisten wohnen – und nicht zuletzt auch die [weiter…]

Wiener und Pariser Lear

Daran gibt es nun wirklich überhaupt nichts auszusetzen: Gert Voss gibt den Lear, das Burgtheater einen Nachmittag ersten Ranges. Die Inszenierung von Luc Bondy hält, was der Name des großen alten Franzosen verspricht. Das Stück von der Undankbarkeit der Welt, von der Verzweiflung des alten Mannes, von der zerstörerischen Gier nach der Macht nimmt seinen [weiter…]

Ein Stürmchen mit Kraft

Dieser neue Sturm, neu seit Juni an der Akademie, von Barbara Frey drastisch gekürzt, stellt ein geglücktes Manöver in der Kunst der Verknappung auf die Bühne: viel Personal ist dem Stück abhanden gekommen: Prosperos Bruder Antonio, König Alonso, die Matrosen und sonstige Randfiguren.

Shakespeare verbessern? Hätten Antonio und Alonso keinen Text? Nun, sie hätten umfangreiche [weiter…]