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Das muss man sich antun wollen

Einen als Reisebegleiter – entgegen seinem Untertitel – wenig tauglichen Band hat Barbara Yurtdas mit eingehender Kenntnis der türkischen Literatur, insbesondere der lokalen der Metropole am Bosporus, verfasst. Wem das frommen soll, ist eine andere Frage. [weiter…]

Ich war im Liceu

Barcelona. Beim Verreisen kriegt man einerseits die Chance, auswärts Oper zu hören: ein anderes Haus mit seinem individuellen Flair kennen zu lernen, den Atem einer fremden Tradition zu spüren – andererseits muss man dann leider auch nehmen, was man kriegt.

Im Fall unseres Weihnachtsaufenthalts in Barcelona hatte ich von sehr langer Hand vorbereitet, dass für [weiter…]

Der Phönix am Schließtag

Venedig. Schließtage sind im Grunde genauso schlimm wie Tage, an denen es Ballett gibt. Bei unserem Aufenthalt in Venedig zog es La Fenice ja leider vor, gerade noch einen einzigen Abend Vorstellung zu geben – und dann just Gehopse.

Gut, wir sind nicht der Oper wegen in die Serenissima gereist. Aber ärgerlich ist es schon, [weiter…]

Stockholm Impressionen

Diese Stadt, zu je einem Drittel bebaut, Wasser und Wald, kann – gerade bei passendem Wetter – wirklich einen Trip wert sein:

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Das bei allen Völkern mit seltsamen Traditionen, wie es nun einemal Königshäuser sind, ausserordentlich beliebte Changing of the Guards ist ein gut besuchtes, aber furchtbar langweiliges Schauspiel. Vor allem fragt [weiter…]

Kulinarische Notwehr

Ich bin nicht ungern hier: um einen Stapel Bücher zu lesen, zu entspannen, mal wieder mehrere Tage hintereinander ausreichend zu schlafen, generell einfach faul zu sein. Mich stört dabei nicht, was typische Touristen wahrscheinlich als ernsthafte Mängel empfinden würden: hier ist nichts, in Zahlen in wie in Worten. Es gibt keine [weiter…]

Was man nicht nachhaus bringen will

Man vermag im Nachhinein ja nie mehr festzustellen, welcher Teufel einen geritten haben mag, eine Entscheidung zu treffen, die man bereuen musste. Mir geht es mit diesem Relax-Wochenende ebenso: ein wenig raus aus der Stadt, aber was will man im Winter schon groß machen?

Wir haben uns – zugegeben: des wohlfeilen Angebots wegen – für [weiter…]

Opernmiseren

Man mag ja bisweilen mit der Wiener Staatsoper ganz und gar unzufrieden sein. Und man mag des öfteren sich fragen, ob es nicht der Repertoirebetrieb ist, der für solchen Wahnsinn wie die 250. Aufführung einer Inszenierung von Otto Schenk verantwortlich ist.

Aber wenn man binnen einiger Tage in Paris – trotz langen Vorlaufs – keine [weiter…]

Einschichtige Erfahrungen

Ein paar Tage in der Einschicht haben gar nicht geschadet.

Die Anreise nach Kukmirn gestaltete sich einigermaßen unbequem, als es am Sonntagabend fortwährend goß und beim starken Verkehr nur langsam voran ging. also beschlossen wir, so weit als möglich nach Süden auf der Autobahn zu bleiben. Man kann aber – das haben wir dabei festgestellt [weiter…]

Der Eindruck trog nicht

Berlinische Reise – Nachlese Wenn man berufenem Munde glauben darf: mein Eindruck trog nicht. In Berlin wurde gebaut, um einen eklatanten Mangel an weltpolitischer Bedeutung und historischer Tiefe zu verstellen. Das Preußen, in dem sich die Könige (die Friedrich Wilhelms III und IV) von der napoleonischen Ära bis zu den Revolutionen von 1848 ihre Denkmäler [weiter…]

Mozart abgeschunkelt (Berlinische Reise 3)

Die Berliner Oper ist ausgeflogen: genaugenommen weilt die Staatsoper Unter den Linden zum Gastspiel in China, die Deutsche Oper hat ihre Saison noch nicht wirklich aufgenommen, Spielauftakt ist am 13. Oktober. Dass dabei der Staats- oder der Stadtsäckel nervös werden, ist irgendwie nachvollziehbar: Berlin leistet sich drei nennenswerte Opernhäuser, um deren finanzielle Ausstattung es darob [weiter…]