Und das alles wegen…

Nicht mehr erhältlich – oder nur mehr antiquarisch -, aber ausnehmend lesenswert:

Pietro Redondi: Galilei der Ketzer

Der Fall Galilei gereicht der katholischen Kirche seit nunmehr zwei Jahrhunderten zur Lächerlichkeit, so viel ist inzwischen Allgemeingut. Und gemeinhin nimmt man an, Galileo Galilei sei wegen seiner im Gefolge Keplers ketzerischen Ansichten über das heliozentrische Weltbild [weiter…]

Religion in biologischer Sicht

Der Versuch, Religion zu erklären, kann mit unterschiedlichen Methoden und Zielsetzungen verfolgt werden; es könnte ja sein, dass sie zu etwas gut wäre; genauso könnte es sein, dass sie ihre Entstehung einer vergangenen Situation verdankte, die heute nicht mehr relevant ist. Vom Wühlen in derlei Fragen verspricht man sich in der Regel eine Antwort für [weiter…]

de rerum natura replugged

Ein typisch amerikanischer Bestseller, vereinfachend, superlativisch – aber immerhin gut zu lesen und interessant in einigen sonst von der Fachliteratur kaum beachteten Nebensachen. [weiter…]

Aber diese Fehler!!!

Der evangelische Pfarrer Andreas Goetze widmet sich der Frühgeschichte des Islam, der Mohammed-Legende und der Entstehung des Koran: das könnte man eigentlich als einen feindlichen Angriff auf eine gegnerische Religion werten. Andererseits ist es aber bei der höchst unwissenschaftlichen Situation in der traditionellen Islamwissenschaft bitter nötig, dass der Stand der Diskussion auch für einen breiteren [weiter…]

Ein Text in bester Aufklärungstradition

Manfred Geier sieht Aufklärung als ein europäisches Projekt – und hat damit natürlich recht. Aufklärung ist das zentrale konstitutive Element dieses Europa, nicht das Christentum oder das Abheben vom Islam. Und Aufklärung ist ein Projekt, auch heute noch. Das Buch arbeitet daran mit. [weiter…]

Es gibt keine bessere philosophische Darstellung

‘Die Aufklärung im Rahmen des neuzeitlichen Rationalismus’ von Panajotis Kondylis ist sicher, obwohl schon 1981 erschienen, die beste philosophische Darstellung der Aufklärung. In seinem Fokus stehen die Gedanken, nicht Soziologie oder Biografien der Akteure, in breiter analyse von ihren Wurzeln und der Notwendigkeit ihres Entstehens bis hin zu ihren weniger fruchtbaren Verästelungen. Niemand hat je weniger weggelassen. [weiter…]

Stoff für eine Heldengalerie

Unter dem Titel Aufklärung wird ja vieles verbucht, neben der Philosophie auch Strömungen der Literatur in einigen Ländern Europas. Meist fallen dazu Voltaire oder gar Rousseau ein – wobei der erste ein Bremser in Sachen Aufklärung gewesen ist und der zweite ihr Totengräber.

Der Wiener Historiker und Autor Philipp Blom hat sich einer kleinen, aber [weiter…]

Wider Schwärmerei und Aberglauben

Der Schotte David Hume war beileibe nicht der erste Denker der Neuzeit, der das Licht der Vernunft hoch hielt in einer von den Nebeln der Religion – und der permanenten Kriegszustände zwischen ihren Ausprägungen und Konfessionen – verhangenen Epoche. Doch war er sicher der erste, der sich von den teils gewaltsamen Anfeindungen religiöser Eiferer nicht [weiter…]

Historiografie, nicht Auseinandersetzung

Ernst Cassirer hat 1932 in seiner ‘Philosophie der Aufklärung’ eine breit angelegte historipografische Studie über die lange und vielfältige Epoche der Aufklärung vorgelegt, doch eine Auseinandersetzung mit den Inhalten – und nachgerade den radikalen Aufklärern um Diderot und d’Holbach – gescheut. [weiter…]