Moralphilosophie
Der postaugusteische Irrtum
Sonntag, 27. September 2009 - von harbranMan darf, was die Samstags- und Sonntagszeitungen dieses Landes sich als kulturelle Beilagen umhängen, nur in des abschätzigen Sinnes Gebrauch mit dem Wort Feuilleton – so wie’s schon Karl Kraus gebrauchte – bezeichnen. Meist ist es der aktuellen Produktion der Nichtigkeiten gewidmet, der Schau in den Output nimmermüder Druckerpressen – denn es wird so viel [...]
Tags: Burger,Schopenhauer
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Am Ende bloße Poesie
Montag, 6. Juli 2009 - von harbranMan soll ja nicht gleich das Ende der Philosophie ausrufen. Solches hat sie schon des öfteren überlebt. Allerdings ist es mehr ein Vegetieren, denn zu Fortschritten, wenn man das nicht teleologisch sondern durchaus im Sinne des Schreitens in irgendeine Richtung verstehen will, hat sie es auch nicht gebracht.
Im Grunde sind wir nicht weiter, als die [...]
Tags: James,Kant,Materialismus,Pragmatismus,Roth
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Schwierigkeiten mit der Freiheit
Sonntag, 21. Juni 2009 - von harbranDie akademische Philosophie scheinen seit einigen Jahren gröbere Existenzängste zu plagen: und das ist gut nachvollziehbar, greift doch die Neurobiologie – als Wissenschaft der Erforschung von Gehirn und Sinneswahrnehmung – in eine Kerndomäne der spekulativen Philosophie ein: wenn sich wissenschaftlich klären ließe, wie Wahrnehmung funktioniert, wie Entscheidungen im Gehirn funktionieren, dann könnte man einen weiteren [...]
Tags: Ethik,Neurobiologie,Schopenhauer
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Von der Vielfalt der Singularität
Freitag, 20. März 2009 - von harbranDer industrielle Massenmord, den Deutsch und Österreicher im Gefolge ihres geliebten Führers an den Juden und anderen, die ihnen in die Quere kamen, begangen haben, ist eine singuläre Erscheinung in der Geschichte. Man muss jedenfalls die Singularität dieses Verbrechens wieder und wieder bekräftigen, damit nicht diejenigen, die sich gegen diese Sicht der Dinge auflehnen, sich [...]
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Nicht sollen dürfen
Sonntag, 30. September 2007 - von harbranWenn Odo Marquard schreibt:
…dort, wo die Geschichtsphilosophie einstweilen, allein indem sie ist, was sie ist, Aggressionsbedarf lanciert, werden jene Positionen wieder interessant und diskutabel, die etwas statt der Geschichtsphilosophie tun. Die Geschichtsphilosophen haben die Welt nur verschieden verändert, es kömmt darauf an, sie zu verschonen.
dann drückt er darin ein Unbehagen aus (wiewohl schon 1971 vorgetragen), [...]
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Dankbarkeit als philosophische Kategorie
Montag, 24. September 2007 - von harbranIm allgemeinen gilt Dankbarkeit nicht als eine Kategorie der Philosophie. Als Menschen, egal ob in Heidegger’scher Seinsgeworfenheit oder – weniger spektakulär – als Subjekte der Erfahrung dieser Welt, sind wir zum Handeln oder Erleiden verurteilt. In der Summe der alltäglichen Situationen außerhalb der großspurigen Philosopheme stecken wir in einem Mischmasch aus beidem: wir sind die [...]
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