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Feine Arbeit und energetische Bögen

Ich bin noch nie ein besonderer Freund von Brahms gewesen – vielleicht in früher Jugend, als mich seine Symphonien noch beeindruckt haben{{1}}.

Entsprechend hat mich auch das Klavierquintett von Johannes Brahms trotz exquisiter Besetzung eher gelangweilt: mit Kirill Gerstein am Klavier musiziert das Hagen Quartett. Sie sind wahrscheinlich wirklich gut, allein, ich mag Brahms nicht. Warum bin ich nicht in der Pause gegangen?

Denn deutlich besser gefällt mir der erste Teil mit Joseph Haydn, dessen Streichquartett G-Dur Hob. III/58 aus dem Opus 54 ein echter Leckerbissen ist, und natürlich das Zweite Streichquartett von Bela Bartók!

Wie gewohnt spielen die Hagens einen fein gearbeiteten Haydn und auch den Bartók in präzisen, energetischen Bögen. Was diesen Teil betrifft, kann man nur vollauf begeistert sein.

[[1]]Inzwischen geht es mir eher auf die Nerven, dass etwa das Konzerthaus seinen Zyklus Internationale Orchester in der nächsten Saison mit 3 von Abenden Brahms spickt, dazu noch Sibelius – das sind zu viele Abende mit zu wenig interessanten Werken[[1]]

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