caro soprano

Il caro Sassone – so wurde Georg Friedrich Händel schon in seinen jungen Jahren beim ersten Italienaufenthalt 1706-1710 genannt. In diesen Jahren schuf der junge Komponist Werke von unglaublicher Schönheit – hier ist schon mehrmals etwa von Il trionfo del Tempo e del Disinganno oder der Auferstehung die Rede gewesen.

Dass daneben auch die Oratorien Clori, Tisbe e Fileno und Aminta e Fillide berückende Partien enthalten, ist auf der ersten Solo-CD der britischen Sopranistin Lucy Crowe eindrucksvoll dokumentiert:

Auf Il Caro Sassone hat sie Arien aus den vier Werken sowie aus Armida abbandonata und dem Salve Regina interpretiert, die an zeitloser Schönheit und sängerischer Intensität kaum mehr zu überbieten sind.

Die Einspielung mit Harry Picket und The English Consort wird zu recht hoch gelobt. Ihre emotional hoch geladene Interpretation von Lascia la spina ist der gleichfalls exzellenten von Ann Hallenberg in der Gesamteinspielung unter Emmanuelle Haim doch hörbar überlegen.

Diese Sammlung früher Höhepunkte zeigt einmal mehr das stupende Talent, das Händel schon in seinen frühen Zwanzigern an den Tag legte; gar manches davon hat er späterhin in seinen Opern und Oratorien der englischen Jahre gewinnbringend recycelt.

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