Mattes Ende eines sonst recht guten Zyklus

Mit dem Stadler-Quintett für Klarinette und Streichquartett hat Wolfgang Amadé Mozart 1789 ein Werk geschaffen, das an der klanglichen Oberfläche leicht und harmlos klingt, den Ton der Klarinette ins Süßliche wendet, doch in seinem Aufbau besticht: die Kontrapunktik ist hier so selbstverständlich verwoben, als bräuchte es keine großartige Theorie, als flösse sie aus der Musik selbst.

Das Hagen Quartett mit Gast Jörg Widmann an der Klarinette bringt genau diese spielerische Leichtigkeit zu Gehör, aber so gebügelt, dass es schon wieder fad wird. Vermutlich gehört das aber so.

Nach der Pause kommt das ziemlich genau hundert Jahre jüngere Klarinettenquintett h-moll von Johannes Brahms zur Aufführung – und es ist Brahms in Reinklang, weshalb mich auch nicht wundert, dass es mir nicht zusagt. Damit geht der heurige Hagen-Zyklus recht matt zu Ende. Aber sie kommen ja nächste Saison wieder…

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