Kater Katze Lammsugo
Von harbran am 4. Mai 2007
Der private Kleinbildfernseherfilmklub am Esstisch in meines Bruders Wohnung bescherte uns – nach höchst-eigener Auswahl durch Fingerzeig – den lang vermissten Genuss von Emir Kusturica’s Ganoven- und Heiratssachen-Epos “Schwarze Katze, weißer Kater”: ein Gustostückerl aus der balkanesischen Figurenwelt Kusturicas. Schräg, skurril – typisch für diesen Leinwandmagier!
Danach ein viel ruhigeres, aber nicht weniger abgedrehtes Meisterwerk des reifen Ettore Scola: Gente di Roma, die ‘Menschen in Rom’. Seine liebevolle Hommage an die Einwohner der Ewigen Stadt läuft in sanfterem Fahrwasser – und beleuchtet doch auch die von anderen Meistern (nicht zuletzt Fellini) bekannten Klippen der Skurrilität, ohne jemals annäherend so schräg zu werden wie ‘Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen’ (Brutti, Sporchi e Cattivi) – mein absoluter favorite im Werk Ettore Scolas!
Natürlich haben wir uns auch der Gelegenheit entsprechend an meinen handgemachten Teigröllchen (mit einer Prise Parmiggiano gefüllt) zu Lammsugo gütlich getan. Verkostung von Weissen aus Etsdorf (Andreas Mauss: Grüner Veltliner ‘Finesse’ 2006) und Zöbing (Barbara Öhlzelt: Kitz G’mischter Satz 2005 und Weissburgunder Hasel 2006). War also echt nicht schlecht.
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Die lange Nacht der Kirchen
Von harbran am 4. Mai 2007
am 1. Juni 2007? Eine Nacht lang? Für mein Empfinden dauert sie schon über 2000 Jahre. Nicht zuletzt kann man das auch mithören, wenn der Pontifex durch Brasilien reist. Also: nicht der alte Pole, der neue Germane. Er spricht sich gegen Drogen und Sexualität vor der Ehe aus. Ein fast so innovatives Konzept wie die Geozentrik im Weltbild. Sie bewegt sich also doch – nicht.
Tags: Religion
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radio.string.quartet celebrates mahavishnu
Von harbran am 1. Mai 2007

Wer kann sich eigentlich daran noch erinnern? Ich jedenfalls sofort, kaum dass ich hörte: Mahavisnu Orchestra. Für nicht so alte Zeigenossen: Gitarrist John McLaughlin (späterhin mit Paco de Ludia und Al di Meola im Guitar Trio bekannt geworden) schuf 1969 mit dem Mahavisnu Orchestra eine der einflussreichsten Fusion Jazz Formationen. Ich bin 1971 als mittlerer Teenager sozusagen direkt in ihre zweite Platte The Inner Mounting Flame hineingekippt – rettungslos. Fast vermute ich heute, dass das mein schräger Einstieg in die Welt des Jazz war.
Cynthia Liao, Asja Valcic, Johannes Dickbauer und Bernie Mallinger – das radio.string.quartet aus Wien – spielen einige der Meilensteine aus 7 Jahren Mahavishnu Orchestra – in Transkriptionen für Streichquartett! Und das wiederum ist so eine Art vierdimensionaler Badewannenform in aufsteigender Schräglage – wenn dem jemand folgen kann.
Die Diskrepanz über mehr als 30 Jahre besteht darin, dass ich mir dazumal aus vier Fiedlern aber schon einmal überhaupt nichts gemacht hätte. Obwohl schon damals die (elektrisch verstärkte) Violine auf “A Lotus on Irish Stream” (Album: The Inner Mounting Flame“>The Inner Mounting Flame) meinen notdürftig gezimmerten Popmusikgeschmack gehörig erschüttert hatte. Und heute kann ich klassischen wie modernsten Streichquartetten einen genußreichen Abend im Mozartsaal widmen… Da kommt die Rückkopplung sozusagen wie bestellt.
Reinhören und kaufen: radio.string.quartet: Celebrating the Mahavishnu Orchestra
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Expansionsdrang in Sachen Qualität
Von harbran am 30. April 2007
Es geht mir beim Wein nicht darum, ein Spitzengewächs zu einem überwachsenen Preis zu kriegen, solches Zeug kann ich in jedem ‘Wein & Co’ kaufen. Das hobbytaugliche Element beim Weinbeissen ist eher die Suche nach günstig gebliebenen hervorragenden Weinen – und dank der kleinteiligen Struktur der heimischen Produktion findet sich da und dort und immer wieder eine herausstechende Überraschung.
Andreas Mauß ist so ein junger Winzer, dem seine Gewächse sehr am Herzen liegen – und das kann man schmecken. Speziell wenn man einen Grünen Veltliner mit ausgeprägtem Pfefferl zu schätzen weiss. Sein “Finesse” war ein Lichtblick im Wald der immer neumodischer werdenden GVs: deutliche, ausgeprägte Säure, dabei bewahrt er sich die volle Frucht und hinterläßt einen ganz und gar positiv sortentypischen Geschmack.
Der gelbe Muskateller ist sicher guter Durchschnitt, bei sehr unterdurchschnittlichem Preis. Im Moment ist der Gelbe ja reichlich en vogue, entsprechend häufiger taucht er auch wieder auf. Aber mir sind – speziell in der Region Carnuntum – schon Fläschchen um jenseits der 9 Euro untergekommen, da hört sich dann der Spass wieder auf: weil, doppelt so gut sind die nicht.
Bei den Roten gilt einerseits das Kamptal für ein Wenig abgeschlagen hinter Carnuntum und vor allem dem Burgenland, doch auch hier gibt es erfreuliches zu berichten und verkosten: worüber man sich in italienischen Landgasthäusern freut, ein vino da casa bester Landweintradition, kräftig, nicht allzu, aber süffig, mit reichlich Geschmacksnuancen – das kann der junge Mauß in Etsdorf genausogut. Sein St. Laurent – eine nicht gar so häufige Rebe – kann genau die Vereinigung von Frucht, Kirscharoma und einem zartherben Abgang, der ihn zum universellen Speisewein zu allerhand Nudel- und Paradeisvariationen macht.
Die Nachverkostung daheim hat ergeben, dass das alles keine Einbildung war! Maussens Motto auf der Homepage
ein reiner Familienbetrieb mit starkem Expansionsdrang in Sache Qualität
ist nicht zu hoch gegriffen! Auf in den Keller!
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G’mischter Satz von der Weinberggeiß
Von harbran am 28. April 2007
Nun würde ich mich ja beileibe nicht erdreisten, eine auf hohem Niveau weiter aufstrebende Winzerin (noch dazu eine hübsche wie B.) eine ‘Geiß’ zu heissen. Sie tut das selbst aus freien Stücken!
Aber, wie Barbara Öhlzelt selber sagt: wo es nichts zu meckern gibt, trifft man die Weinberggeiss. Und zu meckern oder mäkeln, zu maulen oder brummen gibt’s fürwahr nix beim Jahrgang 2006. Ihr Kitz g’mischter Satz 2006 kann behufs erstmaliger geringfügiger Beimengung von Grauburgunder echt was mehr als der Vorgänger im Jahrgang – und der war schon einer meiner Lieblingsg’mischtsätze. Der heurige verleugnet auch den Veltliner nicht im Abgang. Wiesenblumenbouquet in der Nase, Frucht am Gaumen. Mandeln. Dabei ein gertenschlanker Wein, erfrischend gebaut.
Die Rieslinge (von der Fassprobe, ein Monat vor geplanter Abfüllung direkt ab Keller gekostet) versprechen auch wieder Barbaras 04er und 05er Vorgänger nachzueifern. Ich kann mich zwischen ‘Heiligenstein’ und ‘Kogelberg’ noch nicht entscheiden – aber muss ich?
Muss ich bestimmt nicht.
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Brunchen “anno 1920″
Von harbran am 28. April 2007
Zum Glück mußten wir dazu nicht wirklich in die Hungerjahre nach dem ersten Weltkrieg zurück – ansonsten wär das ein eher spartanisches Motto. Allein, das Wirtshaus nennt sich so: der Scheugl in Etsdorf (die Homepage ist so furchtbar, dass ich sie gar nicht erst verlinken will). Richtig: das klingt nach Weingärten, Kellergassen, sonnigen und schattigen Flecken Gemütlichkeit unter ausladenden alten Bäumen – ein Wirtshaus im Kamptal. Und “Weinfrühling” war ja ausserdem!
Der Scheugl, also der Mann in Haus, kocht mir seit Jahren bekannt in höheren Sphären – und da ist es mir ziemlich egal, ob die Häubchenverteiler und ihre Adepten das genauso sehen: im Gegensatz zu den meisten ausgezeichneten Lokalen findet man hier noch die eher rar gewordene “artgerechte Gästehaltung“.
Wir hatten also Freilauf, nicht bloß, um uns am Büffet des “Bauernbrunch” genannten Events gütlich zu tun, sondern auch, weil das Wetter trotz Ende April es gestattete, im Garten zu ’suppieren’. Und Süppchen, erstens vom Bärlauch, cremig, dunkelgrün, und zweitens kräftig vom Rind, dafür mit Kräuterfritatten – ein wahrlich guter Einstand um 11 am Vormittag, frisch angereist aus Wien und noch unbefrühstückt!
Herrliche Salate, des Herrn Scheugl wahrhafte und im Verborgenen blühende Spezialität: was es da jedesmal an Kräutern und Blüten zu finden und kosten gibt, ist immer wieder eine Erweiterung des kulinarischen Horizonts: saisonal bedingt gab’s neben Bärlauch (schon) Blüten von Kresse und Löwenzahn – letztere siehe auch bei der Nachspeis’. Das rührt wohl auch daher, dass Herr Scheugl sich mit der Arche Noah ins Boot gesetzt hat, einem Verein, der sich die Pflege und Wiederansiedelung ehemals heimischer Nutzpflanzen zur Aufgabe gemacht hat – wir beziehen für unsere Terrasse die Moschus- und Mieze Schindler-Erdbeer-Pflänzlinge von dort, sowie seltene Paradeis-Sorten und Kräuter.
Nicht gar so schlecht hat sich dazu das Bärlauch-Sülzchen gemacht, mit einem wahrhaft feinen Bärlauch-Pesto! Es ist halt doch Frühjahr! Und so lang gibt’s ihn ja nicht, den ‘wilden Knoblauch’… Danach gab’s dem Motto entsprechend Deftiges, vom ganzen Spanferkel mit Waldviertler Knöderln bis zum Zwettler Dunkelbier-Lammbraten – und der hat bleibenden Eindruck hinterlassen.
Aber die Nachspeis’: neben anderen Süßigkeiten hervorstechend ein Topfenstrudel mit Löwenzahnblüten.
Nicht unerwähnt bleiben sollte Frau Scheugl, die erstens souverän den Service dirigiert und zweitens für Gaben aus dem Keller sorgt.
Wenn ich schon die Homepage vorenthalte, dann zumindest die Adresse:
Landgasthaus “anno 1920″
Scheugl & Scheugl
Untere Marktstrasse 1
3492 Etsdorf / Grafenegg
Tel. 02735/3003
Danach wollten wir eigentlich einen kleinen Zieher durch die Kellergasse machen oder dem Zöbinger Heiligenstein – vzu recht vergleichbarem Behuf – einen Besuch abstatten – aber es kam uns der Herr Mauss in die Quere, der beim Scheugl eine kleine freundschaftliche Weinkost bereitstellte – und ihn haben wir im 300 Meter entfernten eigenen Keller besucht…
[Nachtrag am 30.4.2007: siehe Kost-Notiz Expansionsdrang in Sachen Qualität]
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Bruckner Acht (Urfassung)
Von harbran am 27. April 2007
Man kann also in Ansfelden geboren sein, und trotzdem in aller Welt bekannt. Bruckner hat in seiner Achten eine so monumentale Geste in die Welt gesetzt, dass das wohl zurecht so ist. Mit reichlich Kraft und wahrhaft großen Tönen.
Dabei fehlen einem beim Hören dieser Urfassung der achten Symphonie so bekannte Momente wie die ‘Totenuhr’ im Kopfsatz oder ‘der deutsche Michel träumt ins Land hinaus’ im Scherzo… Die zweite Fassung, scheint’s, wird häufiger gespielt. Auf diese Weise kann man ein Werk quasi neu entdecken, das man ganz gut zu kennen meint. Meine bevorzugte Aufnahme: Günter Wand: Bruckner, Symphonie No. 8
Heute im Musikverein, diesem elenden Großen Saal, dafür mit glänzend agierenden Symphonikern.
Tags: Bruckner
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Die grossen Leiden der armen Superlative
Von harbran am 27. April 2007
So groß ist Österreich nicht – oder nur von innen betrachtet. Erstaunlich aber ist, dass es reichlich Raum bietet für Jahrhundert-Ereignisse. Zuletzt in der Medienbranche, sowohl im Fernsehen als auch bei der Zeitung.
Für Kopfschütteln vorher und viel Häme nachher gesorgt hat “die größte Programm-Reform aller Zeiten”, die der staatliche Fernsehsender ORF mit Start am 10. 4. hingelegt hat. Natürlich wurde das Ereignis begleitet von einer Kanonade aus Werbung und Positiv-PR, die genau betrachet das einzig wirklich Große am gesamten Ereignis war.
Noch drei Wochen genervten Erduldens dieser Segnungen wissen wir, dass der (Künigl-)Berg kreisste – und eine Maus gebar. Es geht nicht so sehr darum, was im Detail ins Programm gehievt und wie sehr oder wie wenig von den Zusehern goutiert wurde… es geht um eine Vermarktungshaltung, eine Grundeinstellung einiger Medienmacher ihren Konsumenten gegenüber, die rhetorisch nicht an sich halten können, gleichzeitig aber mit der Rhetorik schon alle Luft verblasen haben:
- der neue “General” Alexander Wrabetz griff zu allen nur erdenklichen Superlativen, um seine “größte Programm-Reform aller Zeiten” anzukündigen, die – wenn schon – die schnellste Programm-Reform aller Zeiten müßte: mit nicht bloß bescheidenen, sondern in einigen Teilbereichen sogar katastophalen Ergebnissen
- ein gewisser Herr Fellner, seines Zeichens Geburtshelfer zu ihrer Zeit äußerst erfolgreicher Zeitschriften-Projekte sowie Trauzeuge des größten heimischen Verlagskombinats in diesem Bereich, hatte in den neunziger Jahren die glorreiche Idee, die neu erstandene Vielfalt in der Radiolandschaft des Landes durch ultimativen Super-Sumpf-Radio-Sender zu bereichern – bei dem ebenfalls trotz horrenden Marketingaufwands nur bescheidene Überzeugungsarbeit bei den Zuhörern geleistet wurde; dafür wurden aber die garantiert besten Hits aller Zeiten gespielt
- selbiger bepflastert derzeit die nennenswerten Innenstädte des Landes mit Tonnen von Altpapier – vulgo der besten Tageszeitung -, welche sogar vom Verein zur Kontrolle der Auflagenzahlen ÖAK bescheinigt erhielt, wie viel tausend Stück und damit Tonnen Papier sie Tag für Tag den heimischen Wäldern abringt – ob diese megalomanen Mengen auch entsprechende Mengen an Lesern und Leserinnen finden, steht allerdings in den Sternen
Warum ist es notwendig, dass Dinge, die erst die Konsumenten beurteilen können, schon vorher in die höchsten Sphären gelobt werden? An der Glaubwürdigkeit kann es nicht liegen, die läßt sich just durch das Trommeln von Werbesprüchen nicht injizieren.
Haben die handelnden Personen schon komplett vergessen, dass nach wie vor unumstößlich gilt: umso tiefer fällt, wer höher klettert? Muss man da noch mit aller Gewalt nachhelfen?
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Abbruch!
Von harbran am 16. April 2007
Wirklich selten lauf’ ich in der Pause davon. Grußlos, nichts wie raus, als hätt’ ich’s mit der Verdauung… war aber notwendig heute im Mozartsaal. Applauslos abgegangen. Es war doch eine Zumutung: Mozart für Cembalo vierhändig.
Man weiß nach wenigen Tönen, dass es öd wird. Das Clavizymbel ist zurecht vom Pianoforte abgelöst worden. Ansonsten hätt’ Mozart sich nicht gut aufschwingen können zum gefragtesten Tastenvirtuosen der Stadt. Das Cembalo ist eine recht schwule Angelegenheit – oder mehr für Damenkränzchen.
Es hat keinen Umfang an Dynamik, kling immer gleich – das versaut sogar des Wolfgang Amadé geläufige Tastenplaudereien. Unerträglich öd.
Tags: Mozart
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Idealerweise eine bröselige Angelegenheit
Von harbran am 14. April 2007
Die Herstellung von Pasta im eigenen Haus ist ja nichts wirklich Ungewöhnliches. Dabei auch optimale Ergebnisse zu erzielen gehört aber schon zu den etwas schwierigeren Teilen der Übung. Und weil ich ein gründlicher Mensch bin – und gelernt habe, dass man von Profis auch beim Drumherum ständig und dauernd was dazulernen kann -, habe ich mich ins “Pasta… e basta!” begeben: Pasta-Manufaktur und kleine, aber äußerst feine Trattoria in der Innenstadt.
Michael Meixner, der in den neunziger Jahren beim inzwischen qualitativ wie finanziell abgestürzten – und ob seines Großmannstums vollkommen unsympatisch gewordenen – Mörwald in der Traube in Feuersbrunn Küchenchef war, hat inzwischen eine florierende Produktion für wie-hausgemachte Pasta etabliert – und beliefert Wiens beste Adressen. Gemeinsam mit den umtriebigen Leuten von Kochen in Wien bietet er beim Pasta-Seminar “Pasta Buonissima Italiana” neugierigen Freizeitköchen Einblick in seine Geheimnisse.
Zuallererst: wir haben mehrere Stunden lang kiloweise Basilikum gezupft, deine bunte Vielfalt von Teigen geknetet, Pasta gewalzt, geschnitten, gerollt, gefüllt und gedreht, ferner engagiert gekocht! Es hat rasend Spaß gemacht! Und dann haben wir das Zeug mit einigen Flaschen süffigen Hausweins aus dem Veneto restlos aufgegessen:
- Linguini con Pesto al Basilico
- Spaghetti ai Scampi Busara
- Parmesan-Teigröllchen mit Lammsugo
- Ravioli mit Bärlauch-Ricotta-Füllung
- Sepia-Tortellini gefüllt mit Räucherforellenmus
Zum Abschluss eine grenzgeniale, milde Grappa. Was soll man sagen? Ein Gedicht, nein: mehrere Gedichte! Und all das kann man im “Pasta… e basta!” natürlich auch jederzeit geniessen: Meister Meixner serviert täglich maximal zwei warme Gerichte – kombiniert mit ein paar gemüslichen Schweinerein vom Vorspeisenbuffet ergibt das eine herrliche Colazione oder Cena.
Aber gelernt hab ich natürlich auch so einiges: so trocken und fest wie möglich den Teig. Wenn er beim ersten Durchdrehen noch furchtbar bröselt, ist er richtig. Ein paar Mal durch die Presse gedreht, ergibt sich ein feiner, bestens zu verarbeitender Pastateig. Pasta ist also im Urzustand idealerweise eine bröselige Angelegenheit.
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