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Bach und Mahler – was denkt man sich dabei?

Seltsame Mischung in der Philharmoniker-Matinee zu beginn des Festwochen Musikfestes ‘Mahler und Amerika’: der Brite Daniel Harding kombiniert kammermusikalisch besetzte Werke von Bach mit breit symphonischem Mahler – was zwangsläufig schiefgehen muss. Sopranistin Lisa Milne glänzt nicht wirklich. [weiter…]

Betörender Klang der Komplexität

Die Kunst der Fuge ist zweifelsohne das komplexeste Werk von Johann Sebastian Bach, jene gründliche Demonstration der musikalischen und logischen Folgerichtigkeit des Kontrapunkts. Manche haben es schon für ein mathematisches Rätsel erklärt.

Die Mathematik war nie sehr fern von der Musik – und nur hoffnungslos romantische Irrlichter konnten je auf die Idee kommen, das zu [weiter…]

Mehrere Gamben umkreisen den Kontrapunkt

Der Milaneser Gambenspezialist Vittorio Ghielmi und sein Ensemble Il Suona Parlante haben schon einige barocke Kostbarkeiten musiziert und auf Tonträger gebannt – nun haben sie, gemeinsam mit Vittorios Bruder Lorenzo Ghielmi, der sich mit vergleichbarer Hingabe dem Cembalo gewidmet hat, die nicht eben einfache Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach für Ensemble eingespielt.

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Unter dem grässlichen Schleier der Kirchenmusik

Der alte Johann Sebastian Bach, müde von den Querelen mit seinen Vorgesetzten an St. Thomas und vor allem ihrer sturen Forderung, er möge seiner Lehrverpflichtung für Latein und Gesang nachkommen, widmete sich vielmehr konsequent dem eigenen Nachruhm: einige der Sammlungen, die er in den letzten Lebensjahren anlegte, versammeln längst zuvor komponiertes Material in neuer Zusammenstellung [weiter…]

Alter Bach vom jungen Gulda

Die Klavierliteratur von Johann Sebastian Bach – namentlich die Goldberg-Variationen oder Das wohltemperierte Klavier – ist steter Gast sowohl auf dem Konzertpodium als auch im Studio. Und manches davon hat quasi Kultstatus, sei es bei dezidierten Kassik-Fans durch die Einspielungen des Kanadiers Glenn Gould 1955 und 1981, sei es auch im weiteren Umfeld durch die [weiter…]

Brahms auf modern

Es ist einwandfrei Brahms – das Klavierquartett Opus 25 – und doch wieder nicht. Klar, zum ersten ist es eine Bearbeitung für Orchester. Zum anderen, und da wird die Geschichte haarig, klingt es viel zu modern.

Bisweilen denke ich, das Stück könnte von Schönberg sein. Und das ist es dann auch, als ich die Details [weiter…]