Sonya di Lammermoor

Opéra Bastille, Paris: natürlich kann ich nicht an der Pariser Oper vorbeigehen, ohne mir eine Vorstellung zu gönnen. Diesmal erwischen wir die Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti. Man kann es schlechter treffen.

Sonya Yoncheva, Sopran

Vor allem begeistert die junge Bulgarin Sonya Yoncheva in der Titelrolle! Sie verfällt nicht in bravourösen Wahnsinn, sondern [weiter…]

Annissima in der Bel Etage

Eine sanglich auf der Höhe stehende Anna Netrebko ragt aus einem durchschnittlichen Ensemble – nicht zu verwechseln mit: mittelmäßig – heraus, sie singt gewissermaßen in der Bel Etage, während die anderen auf Straßenniveau bleiben. Die Aufführung ist aber stimmig und bietet insgesamt große Oper. [weiter…]

Ein Drama – im Stück wie als ganzes

Nun ist die Anna Bolena keinesfalls eine der bemerkenswerten Opern von Gaetano Donizetti, sowohl was die Musik als auch was die Gesamtanlage betrifft, ist sie eher schwach. Dass man daraus dennoch so etwas wie einen Event machen kann, beweist sich anhand der Besetzung der Neuproduktion an der Wiener Staatsoper: Anna Netrebko als Anna Bolena, Elina [weiter…]

Eine Komödie der eingeschlafenen Füsse

Müsste man das auf den harten Stühlchen eines Opernhauses, eingepfercht in die engen Reihen zwischen muffigen alten Damen und Herren über sich ergehen lassen – es wär’ eine Tortur! Im Cinplexx aber, im bequemen Kinofauteil mit Arm- und Beinfreiheit kann man sich die Perlen raussuchen.

Die MET hat für diese Saison die Komödie Don Pasquale [weiter…]

Von einem, der eigentlich nicht abgeht

Herr Villazón hat schon reichlich Berühmtheit angehäuft, wenn auch in den letzten Jahren eher als vermeintlicher Traumpartner von la Netrebka und durch frequentes Absagen. Wie kaum anders zu erwarten, auch heute: nicht der Mexikaner sang mit Anna Netrebko in Lucia di Lammermoor – er hat vor ein paar Tagen abgesagt – , sondern der junge [weiter…]

7 Gustostückerln und 1 echter Schmarren

Man soll ja bekanntlich als Freund der Oper nichts gegen Wagner haben. Habe ich auch nicht. Er zählt nicht zu meinen Favoriten, aber es geht so. Ein Vorläufer der Moderne halt. Das Unerträgliche an Wagneropern ist aber der Traditionskitsch, der sich über die Jahre und vollkommen eingelullt von der Aufführungspraxis noch aus Hitlertagen herüber gerettet [weiter…]