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Ansingen gegen die Fadesse

Das hat nun Antonin Dvorák wirklich nicht verdient – und mit ihm eine Riege von erstklassigen Sängerinnen – allen voran Renée Fleming – und Sängern: eine wirklich fade Rusalka. Musikalisch ist die Oper ja von sich aus mit erheblichen Längen behaftet, insbesondere im ersten und dritten Akt sind nur isolierte Perlen zu finden, zu Klasse [weiter…]

Aus Russland und der neuen Welt

Endlich geht’s wieder weiter mit dem Zyklus der Wiener Symphoniker: der ursprünglich vorgesehene Neeme Järvi ist erkrankt, das Dirigat übernimmt Vassily Sinaisky. Und das ist keineswegs ein Schaden, auch wenn anstelle des ursprünglich eingangs geplanten neuen Werks nun ein eher belangloses Stück Musik von Pjotr Ilych Tschaikowski ins Programm gehoben wurde: die Phantasieouvertüre “Romeo und [weiter…]

Schlagwerk und kämpferische Symphonik

Als Komponist brillanter, witziger Miniaturen ist H K Gruber längst kein unbekannter mehr, seine Lieder nach Texten von H.C. Artmann – unter dem Titel Frankenstein! – sind wahre Perlen der kleinen Form. Umso interessanter ist es, wie tragfähig die Ideenwelt Grubers für die größere Form ist, zumal für eine Art von Konzert für Schlagwerk und [weiter…]

Muss nicht sein

Der Franzose Charles Koechlin ist einer der Langeweiler der französischen klassischen Moderne. Da hilft es auch nichts, wenn Juliane Banse singt. [weiter…]

Trotzdem ein Genuss

Das Quatuor Mosaiques spielt Beethovens Streichquartett 18/2 und die Zypressen sowie das Quartett Nummer 14 von Antonin Dvorak. Keine Repertoire-Bereicherung, aber ein Genuss. [weiter…]

Tadelloses Jubiläumsprogramm

Mit Dvoraks Amerikanischem, Shostakovich 4 und dem Veilchenquartett von Mozart traut sich das Hagen Quartett zum 30er wenig, spielt dafür aber blendend. [weiter…]

Ein Jahrhundert Streichquartett

Ein Jahrhundert Streichquartettliteratur von Elliott Carters fünftem Qartett aus 1996 über George Crumbs Höhepunkt ‘Black Angels for Electric Quartet’ von 1970 zurück zu Antonin Dvoraks Klassiker Nr. 12 – ein Jahrhundert rasanter Entwicklungen, aber auch die Erkenntnis, dass auf diesem Weg das Miteinander Spielen durchwegs verloren gegangen scheint. [weiter…]

Transatlantischer Zuckerguss

Das Emerson String Quartet ist eine Institution ersten Ranges in Sachen klassisch-moderner Streichquartettliteratur. Seine Einspielungen aller Quartette von Dmitri Shostakovich sind inzwischen legendär.

Daher ist es mir natürlich ein dringendes Bedürfnis gewesen, die vier Amerikaner – schon gar mit einem Quartett des Russen – im Mozartsaal des Konzerthauses zu hören.

Zunächst aber brachten sie [weiter…]

Ein Abend der Kontraste

Wieder mal im Großen Saal des Musikvereins: schon beim Hineingehen weiss ich, warum ich da ganz und gar nicht gern bin – der Konzerthaussaal ist mir allemal lieber. Von dem tonnenweisen Gold wird einem effektiv schlecht. Die Akustik ist eine Frage des Geldes – auf günstigen Plätzen eher nicht so toll – und auch die [weiter…]

Analytisches Musizieren

Mit dem Ersten Violinkonzert von Sergej Prokofjew taten sich schon die Zeitgenossen 1916/17 schwer. Nicht konzertmäßig, nicht virtuos genug schien es vielen Kritikern damals, und irgendwie scheint das doch dem Werk innezuwohnen – denn auch für einen grossen Auftritt von Hilary Hahn scheint es irgendwie dürftig…

Doch hat Prokofiew in den schwierigen Kriegsjahren ein eindrucksvolles [weiter…]