Arme Armida

Nach der allerersten Premiere der Ära Meyer, zu der Marc Minkowski mit Glucks Alceste in der Staatsoper gastierte, war wieder gründlich Stille – vom neuen Wind ist, wie man in Wien sagt, nicht mal ein Lüfterl geblieben. Der Repertoirebetrieb quält sich durchs Jahr, was Neues gibt es nicht. Der Ausblick auf den November 2016 sagt: [weiter…]

Kleines Ensemble im großen Haus

Es ist ja schon ein Wenig spät in diesem Jahr, dem 225. Todesjahr des Opernreformators Christoph Willibald Gluck, als dass so plötzlich allerorten seine Werke auf die Spielpläne zu kommen brauchten – nun, gut ist es allemal, nachgerade in einem Haus wie der Staatsoper, wo man sich schon seit langem vor allem zu fürchten scheint, [weiter…]

Skrupellose Kürzung

Barocke Opern haben in den augen – respektive den Ohren – vieler Menschen so ihre Längen und vertragen, meinen sie, ganz gut den einen oder anderen Strich. Nun ist aber erstens ein Zusammenstreichen auf zwei Drittel der ursprünglichen Länge zweifellos schon eher eine Verstümmelung als alles andere, und zweitens die Iphigénie en Aulide von Christoph [weiter…]

Vor allem das Bühnenbild! Und Alexandrina Pendatchanska.

Hier muss man einmal die Ausstattung vor allem anderen loben: das Theater an der Wien bringt Christoph Willibald Glucks selten gespielten ‘Telemaco’ in einer grandiosen szenischen Umsetzung – leider ohne die Stimme von Bejun Mehta, dafür mit einer formidablen Alexandrina Pendatchanska – unter der Leitung von Renè Jacobs. [weiter…]

Intensives Kammerspiel von Mord und Opfer

Ganz perfekt kriegt man’s wohl nie in der Oper, egal in welcher, doch es gibt Abende, die reichen sehr sehr nah heran an Perfektion. Man spürt das an dem Glücksgefühl, das sie bis in den Alltag der nächsten Tage hinein hinterlassen.

Das liegt zunächst einmal an der Musik von Christoph Willibald Gluck: seine Iphigenie en [weiter…]

Bis aufs Orchester perfekt

Der Erfolg, den Christoph Willibald Gluck 1779 in Paris mit seiner Oper Iphigénie en Tauride feierte, ist auch heute noch beinah ab dem ersten Ton verständlich. Der Umbruch aus der – nach Händel in betontem Virtusoentum erstarrten – Barockoper könnte nicht größer sein, und auch nicht besser: Glucks sogenannte Opernreform – eine Rundum-Erneuerung der Gattung [weiter…]

Orpheus und die Reform

Man kann seinem treuen Publikum wohl kaum deutlicher die Größe der Opernreform, die jener Christoph Willibald Gluck 1762 zu Wien – wenn auch nicht im gleichen Haus – in Szene und Welt setzte, vor Ohren führen, als es das Theater an der Wien diesmal mit der Premierenfolge von Händels Ariodante und Orfeo ed Euridice getan [weiter…]