So sprach Lucy Crowe

So viel auch gegen Religion im Allgemeinen und im Speziellen einzuwenden sein mag, gegen die sakral-musikalischen Äußerungen von Komponisten vom Kaliber eines Antonio Vivaldi oder Georg Friedrich Händel kann man nichts haben. Und zum Glück sind die lateinischen Texte nur bruchstückhaft zu verstehen.

Händel und Vivaldi: Dixit dominus – Lucy Crowe

Spannend ist der [weiter…]

La Joyce del Lago

Die Musik von Gioachino Rossini steht an der Schwelle von der barocken opera seria zur neueren dramatischen Oper – und hörbar ist sie bereits aufgebrochen in die damals noch recht frische Zukunft des Genres. Es ist aber noch viel da vom Artifiziellen und Artistischen, das der Barockoper ihren eigenen Reiz verleiht.

Mezzo Joyce DiDonato ist [weiter…]

apocolocynthosis Serseni

Etwa im Jahre 54 u.Z. hat Seneca einen bitterbösen Nachruf auf den Kaiser Claudius verfasst, den er mit dem griechischen Neologismus apocolocynthosis – also etwa: Verkürbissung – betitelt hat, klar in Anspielung auf die Apotheose des verstorbenen Kaisers.

So eine Verkürbissung gereicht natürlich niemandem zur Ehre und ist das gerade Gegenteil des nil nisi bene.

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So barock wie halt geht…

… und dennoch großartig! Die MET schafft nicht nur, was viele traditionelle Opernhäuser aus eigener Kraft nicht zu stemmen im Stande sind, sondern tut es mit Bravour: Händel ist gemeinhin ein Stolperstein für diese Häuser, wenn nicht, wie die Wiener Staatsoper, einfach spezialisierte Sänger und das ganze Orchester einfliegen.

Hier aber gelingt eine musikalisch zufriedenstellende [weiter…]

caro soprano

Meine derzeitige Lieblings-CD: Arien aus Werken von Georg Friedrich Händel, die während seines ersten Italienaufenthalts entstanden sind. Die britische Sopranistin Lucy Crowe singt mit einer emotionalen Intensität, die bisher kaum erreicht wurde. [weiter…]

Händel vollends unter Wert

Händel hat begeisternde Opern geschrieben, aber auch eine Reihe von Oratorien, die an erstere bei weitem nicht heranreichen. Mehr muss man dazu gar nicht sagen. [weiter…]

Abgesehen vom verdienten Applaus: ein ehrliches DANKE!

Alan Curtis bringt den ‘Ariodante’ von Georg Friedrich Händel nach Wien, nahezu in der Besetzung der neuesten CD-Produktion: Karina Gauvin, Marie-Nicole Lemieux, Sabina Puértolas – lediglich Sarah Connolly springt ein anstelle der erkrankten Joyce DiDonato. [weiter…]

Händels letzte Oper

Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis und die römische Sopranistin Roberta Mameli singen die Highlights in Georg Friedrich Händels letzter Oper ‘Deidamia’ – kein herausragendes, aber ein leidlich gutes Werk, eine ebensolche konzertante Aufführung mit dem Complesso Barocco unter Alan Curtis. [weiter…]

Es wohnen, ach, zwei Herzen…

Was wie eine Vergewaltigung barocken Opernschaffens klingt, ein Pasticcio aus Händel, Vivaldi, Rameau und anderen mit neuem Text auf Basis von zwei Schakespeare’schen Komödien, erweist sich als erstaunlich bühnentauglich, witzig, musikalisch anspruchsvoll. [weiter…]

Konzertant, aber ein begnadetes Werk

Eine beglückende – wenn auch nur konzertante – Aufführung des Giulio Cesare von Georg Friedrich Händel mit Il Complesso Barocco unter Alan Curtis im Theater an der Wien, mit Marie-Nicole Lemieux, Karina Gauvin, Romina Basso und Filippo Mineccia. [weiter…]