Süffig und berückend schön

Das britische Belcea Quartett hat in der letzten Saison im Mai einen Höhepunkt des Wiener Konzertgeschehens gesetzt mit seiner Aufführungsserie aller Streichquartette von Ludwig van Beethoven innerhalb von nur knapp drei Wochen. Nun sind sie zurück mit einem eher süffigen Programm:

Zum Aufwärmen spielen Corina Belcea-Fisher, erste Violine, Axel Schacher, zweite Violine, Krzysztof Chorzelski, Bratsche, [weiter…]

Die Entwicklung der Klaviersonate

Joseph Haydn ist wohl einer der am stärksten unterschätzten Komponisten, jener Wiener Klassiker, der meist erst gar nicht genannt wird neben dem Trio Mozart Beethoven Schubert… Dabei ist Haydn konstitutiv für den Übergang vom barocken Musizieren zur Klassik, genau am entgegengesetzten Ende zu Schubert, bei dem es schon hinaus in die Romantik geht.

Nicht nur [weiter…]

Karge Klanglandschaften

Alle Jahre wieder erfährt Joseph Haydn vorösterliche Beachtung: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze eignen sich aber auch hervorragend dazu, sowohl das Oratorium, das Haydn gegen Ende seines Lebens einrichtete, als auch die parallel zur ersten Orchesterfassung eingerichtete Version für Streichquartett von 1787. Deren unschätzbarer Vorteil ist es, dass sie ohne die heiligen [weiter…]

Atemberaubende Interpretation – und leider Brahms

Es gibt die Genies unter den Komponisten – und unter diesen wiederum jene, die sich die Meisterwerke locker flockig nur so aus dem Ärmel zu schütteln schienen, oder die anderen, denen jeder Schaffensprozess ein gerüttelt Maß an Leid und Müh’ abverlangte: Mozart und Haydn gehören in die erste Gruppe, aber auch Schostakowitsch, Stravinskij oder Vainberg, [weiter…]

Mustergültige Feinarbeit

Das Quatuor Mosaiques gilt als Spezialist für das Quartettwerk von Joseph Haydn – doch auch Mozart spielen sie mustergültig. Dass mit dann sogar der Schumann gefallen konnte, ist wirklich eine Leistung. [weiter…]

Haydn, Bartok, Ravel – Streichquartette

Das Berliner Artemis Quartett spielt nach Haydns Quartett D-Dur III/79 das erste von Bartók und das einzige von Ravel. [weiter…]

Gelungene Programmarbeit

Drei Werke beziehen sich aufeinander: Haydn weist auf Beethoven voraus, Mozart spielt mit des einen scheinbarer Unbekümmertheit und nonchalanter Frische, während der spätere sich rückbesinnt auf die Tugenden des Ursprungs. [weiter…]

Formidables Konzert – scheußlich überquasselt

Das Acies Quartett spielt auf alten Instrumenten aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbank Quartette von Haydn, Mendelssohn-Bartholdy und Beethoven – Ö1-Moderatorin Mirjam Jessa plappert dazwischen nervtötenden Stuss. [weiter…]

Feine Arbeit und energetische Bögen

Das Hagen Quartett spielt Haydns op.54/1 und Bela Bartóks zweites Streichquartett. Im zweiten Teil folgt leider das Brahms’sche Klavierquintett, wenn auch mit Kirill Gerstein am Klavier. Brahms ist gar nicht mein Fall. [weiter…]

Wüste Insel am Fleischmarkt

Die Wiener Kammeroper am Fleischmarkt hat sich auch heuer wieder eines Bühnenwerks von Joseph Haydn angenommen. Ein hübsches kleines Meisterwerk, das obendrein den Ruf geniesst, es sei die erste durchkomponierte Oper der Geschichte, ist die azione teatrale nach einem Libretto von Pietro Metastasio L’isola disabitata, die der Komponist selbst eine Operett’ nennt.

Spannend ist ferner, [weiter…]