Liebloser Umgang mit einer späten Erstaufführung

An der Wiener Staatsoper feiert Leos Janaceks ‘Aus einem Totenhaus’ Erstauffährung – mit nur 81 Jahren Verspätung. Und diesen raren Moment setzt Regisseur Konwitschny in großer Geste in den Sand. Generalmusikdirektor Welser-Möst rettet musikalisch auf der Linie. Gesanglich gibt’s wenig zu bewundern, man bestreitet die Premiere in Repertoirebesetzung. Schade. [weiter…]

Großartige Ensembleleistung

Die Produktion der Wiener Festwochen von 2007 ist in Berlin angekommen: Leos Janáceks ‘Aus einem Totenhaus’ mit Sir Simon Rattle am Pult der Staatskapelle Berlin mit großartiger Ensembleleistung. [weiter…]

Transatlantischer Zuckerguss

Das Emerson String Quartet ist eine Institution ersten Ranges in Sachen klassisch-moderner Streichquartettliteratur. Seine Einspielungen aller Quartette von Dmitri Shostakovich sind inzwischen legendär.

Daher ist es mir natürlich ein dringendes Bedürfnis gewesen, die vier Amerikaner – schon gar mit einem Quartett des Russen – im Mozartsaal des Konzerthauses zu hören.

Zunächst aber brachten sie [weiter…]

Schwiegermutter Wassertod

Leos Janacek war ein fleissiger Opernkomponist. Nicht alles aber ist auch nur annähernd so bekannt wie seine Jenufa. Die Katja Kabanova wird viel seltener gespielt, wenn auch nicht ganz zu unrecht.

Man könnte das Stück von nicht einmal 2 Stunden Länge durchaus als Express-Oper bezeichnen – nicht zuletzt der Komponist selbst hat die Aufführungspraxiw seiner [weiter…]