Gute Frage: Warum gehen wir ins Konzert?

Ein disparater verlängerter Nachmittag: die Sammlung von Musikinstrumenten aus besonderen Uraufführungen des Zwanzigsten Jahrhunderts, die der ungarische Schriftsteller Oskar Serti zusammengetragen hat, steht neben der Frage, warum wir ins Konzert gehen – und einer Reihe von interessanten und uninterressanten Aufführungen. Das Gesamtkonzept kommt allerdings über den bloßen Willen nicht hinaus. [weiter…]

Muss denn immer Schumann sein?

Das Mahler Chamber Orchester besucht Wien mit einem vornehmlich romantischen Programm unter Dirigent Robin Ticciati, der von Anfang ein ein Wenig die Quirligkeit eines Dudamel verströmt, in freudiger Erregung hopst er durch die Ouverture zu ‘Béatrice et Bénédict’ von Hector Berlioz, was aber der musikalischen Seite keinerlei Abbruch tut.

Der angekündigte Pierre-Laurent Aimard ist leider [weiter…]

Ungarisches Programm

Das RSO Radio Symphonie Orchester ist bekannt für seine engagierte Pflege der klassischen Moderne wie der Gegenwart – und widmet sich unter Peter Eötvös einem durchwegs ungarischen Programm.

Mit Zoltán Kodály, Tänze aus Galánta für Orchester, beginnt ein melodiöser, rhythmischer, aber dennoch kompromisslos moderner Reigen, der mit Der wunderbare Mandarin von Bela Bártok sein Ende [weiter…]

Frühes und Verzichtbares, sauber gestrichen

Das Salzburger Hagen Quartett hat für den ersten Abend seines heurigen Konzerthaus-Zyklus eine Zusammenstellung gewählt, die mit der Hommage à Mihály András von György Kurtág ungewohnterweise das sonst inmitten versteckte moderne Pflichtstück an den Anfang stellte, eigentlich ungeplant und zu Beginn als Änderung angesagt, wie um es halt hinter sich zu bringen.

Gespielt waren die [weiter…]