Mahler für Posaune

Der Steyrer Bertl Mütter, Spezialist für Dekonstruktion komplexer Werke und Solo-Performances auf der Posaune, hat sich Großes vorgenommen: Mahler und die Kindertotenlieder arrangiert für eine Posaune, kombiniert mit frei improvisierten Intermezzi. Herausgekommen ist eine radikale Skelettierung und in ihrer Reduktion wegweisende Interpretation. [weiter…]

Schräges zum Mahlerjahr

Mahler inspiriert zur Umsetzung einiger innovativer und ungewohnter Zugänge. die ‘Musicbanda’ Franui setzt Lieder für Bläserensemble um, die großartige Altisitin und Mezzosopranistin Elisabeth Kulman singt zu Arrangements für Streichquartett, gespielt von Amacord Wien. [weiter…]

Wenig Feuer in der Siebten

Mahlers Siebte in einer mustergültigen, aber wenig befeuerten Aufführung der Bamberger Symphoniker unter Jonathan Nott. [weiter…]

Mahler mit dem Hammerschlag

Gustav Mahlers Sechste in einer berauschenden Interpretation des San Francisco Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas. [weiter…]

Bach und Mahler – was denkt man sich dabei?

Seltsame Mischung in der Philharmoniker-Matinee zu beginn des Festwochen Musikfestes ‘Mahler und Amerika’: der Brite Daniel Harding kombiniert kammermusikalisch besetzte Werke von Bach mit breit symphonischem Mahler – was zwangsläufig schiefgehen muss. Sopranistin Lisa Milne glänzt nicht wirklich. [weiter…]

Paukenschläge der Moderne

Im ersten Konzert des Kurzzyklus Festliche Tage alter Moderne im Theater an der Wien bietet das Klangforum Wien, sonst eher allerneusten Kompositionen verpflichtet, einige Gustostücke der inzwischen klassischen Zweiten Wiener Moderne. Unter dem Dirigat von Emilio Pomárico, der auch schon beim RSO wirkte, bündelt das Klangkollektiv eine Reihe solistischer Spitzenkräfte zu Kammerformationen.

Am Beginn steht [weiter…]

Die Mutter aller Groupies

Sie war sozusagen die Großmeisterin der zelebrierten Witwenschaft, das einstmals hübsche – aber dünkelhafte und im Grunde strohdumme – Mädchen Alma Schindler, die nacheinander Gustav Mahler, Walter Gropius und Franz Werfel ehelichte und sich so gewissermassen zur Witwe des Zwanzigsten Jahrhunderts aufschwang. Zumindest schien sie das selber so empfunden zu haben, obwohl sie sich in [weiter…]

Im tiefsten Bann des Ewig Weiblichen

Mahler 8 – was will man mehr?

Das monströse Werk mit seinen drei Chören, riesenhaft besetztem Orchester, Orgel und 8 Gesangssolisten – deswegen in vom Komponisten bemängelter Zirkusmanier auch Symphonie der Tausend genannt – sprengt spielend jeden Rahmen, auch den des Raumangebots im Konzerthaussaal. Hier braucht es sichtlich einen genauen Auf- und Abmarschplan, damit die [weiter…]

A Mahler is a Mahler – is a Mahler?

Das ist natürlich meistens so, wenn ein Großer was Halbfertiges hinterlässt. Gustav Mahler hat eine weniger als halbfertige 10. Symphonie hinterlassen, genau genommen ein Adagio, einen ersten Satz – als solcher wird der auch oft und gern eingespielt und dargeboten.

Und wie immer bei hinterlassenen Baustellen gibt es Bemühungen, die auch fort und zu Ende [weiter…]

Ein End’ in leisen Tönen

Zum ersten Mal hatte ich Gegelenheit, das Klavierkonzert opus 42 von Arnold Schönberg aus 1942 zu hören – und das Philharmonia Orchester unter Esa-Pekka Salonen begleitete feinfühlig Mitsuko Uchida durch das luzide Werk aus der amerikanischen Phase.

Die Formenstrenge, die Schönberg sich früher, noch im Violinkonzert, auferlegt hatte, ist hier deutlich gemildert, einige Verbote hält [weiter…]