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In Bertl Mütters Komponierhäuschen

Man stellt sich das normalerweise recht fad vor, bei einem Komponisten in der Werkstatt. Wenn ich an Mahlers Komponierhäuschen denke, glaube ich nicht, dass es da besonders was zu sehen oder erleben gegeben haben wird. Aber der hat uns ja auch keine Führung und kein Werkgespräch angeboten.

Das Konzerthaus hat es sich in dieser Saison [weiter…]

Wieder und neu Entdecktes, genial gespielt

Ach ja: Mendelssohn… aber dann ist es doch ein unvergleichlich intensives Erlebnis an diesem Abend im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses, wie das Artemis Quartett dieses 6. Streichquartett op. 80 von 1847 fegen lässt, man kann es gar nicht anders nennen. Und es ist damit sofort klar geworden, dass das Mendelssohn’sche Quartettschaffen noch einmal gründlich gehört [weiter…]

Muss nicht sein

Der Franzose Charles Koechlin ist einer der Langeweiler der französischen klassischen Moderne. Da hilft es auch nichts, wenn Juliane Banse singt. [weiter…]

Formidables Konzert – scheußlich überquasselt

Das Acies Quartett spielt auf alten Instrumenten aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbank Quartette von Haydn, Mendelssohn-Bartholdy und Beethoven – Ö1-Moderatorin Mirjam Jessa plappert dazwischen nervtötenden Stuss. [weiter…]

Meisterschaft in der Meisterung der Moderne

Selten habe ich die Sechs Bagatellen für Streichquartett op.9 von Anton Webern in einer so klaren Interpretation gehört. Man sagt ja manchen Musikern nach, sie hätten einen analytischen Zugang zu einem Werk. Dass das bei Webern mitunter recht krass klingen kann, ist aber auch bekannt.

Das Minetti Quartett spielt im Gläsernen Saal des Musikvereins einen [weiter…]

Fahrt durch die deutsche Romantik

Das WDR-Symphonieorchester Köln unter Semyon Bychkov besuchte Wien und hätte ursprünglich den norwegischen Cellisten Truls Mork – einen meiner Favoriten – mitbringen sollen, doch der hat aus privaten Gründen abgesagt.

Den Abend begann Bychkov mit der Overtüre zu Lohengrin – einem der wenigen Stücke von Richard Wagner, das wirklich konzerttauglich ist.

Anstelle von Truls Mork [weiter…]

Ein Haufen hingeworfener Dinge ist die beste Ordnung

Das stellte schon der griechische Philosoph Heraklith fest – vor über zweieinhalb tausend Jahren. Ich konnte es heute feststellen: im Konzerthaus, bei der Matinee der Wiener Philharmoniker unter dem recht legeren Daniele Gatti.

Aber nicht der Dirigent des Tages hat es heute diesem vornehmlich besten Orchester der Welt angetan, sondern einer, der selber besser Dirigent [weiter…]