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Die Mühsamkeit des Wohlgetöns

Was ursprünglich aus einer Symphonie entsprang, glänzt in erster Linie im Orchestergraben: dafür sorgt Bertrand de Billy mit den Wiener Symphonikern – und so kann man wenigstens über die musikalische Aufführungsqualität der Oper Mathis der Maler von Paul Hindemith ganz und gar nicht meckern.

In der Werkgeschichte des Komponisten aber offenbart sich rasch, dass seine [weiter…]

Meisterschaft in der Meisterung der Moderne

Selten habe ich die Sechs Bagatellen für Streichquartett op.9 von Anton Webern in einer so klaren Interpretation gehört. Man sagt ja manchen Musikern nach, sie hätten einen analytischen Zugang zu einem Werk. Dass das bei Webern mitunter recht krass klingen kann, ist aber auch bekannt.

Das Minetti Quartett spielt im Gläsernen Saal des Musikvereins einen [weiter…]

Paukenschläge der Moderne

Im ersten Konzert des Kurzzyklus Festliche Tage alter Moderne im Theater an der Wien bietet das Klangforum Wien, sonst eher allerneusten Kompositionen verpflichtet, einige Gustostücke der inzwischen klassischen Zweiten Wiener Moderne. Unter dem Dirigat von Emilio Pomárico, der auch schon beim RSO wirkte, bündelt das Klangkollektiv eine Reihe solistischer Spitzenkräfte zu Kammerformationen.

Am Beginn steht [weiter…]

Die Entstaubung des angegrauten Hauses

Frischer Wind im verstaubten Haus: mit Hindemith’s ‘Cardillac’ bringen Dominique Mayer und Franz Welster-Möst klassische Moderne zur Aufführung – mehr als gelungen. [weiter…]

Verzicht auf Geistesblitze

Die Wiener Festwochen ehren dies’ Jahr Alban Berg, und so gibt es nach dem Wozzeck im Mai nun auch die Lulu: die Inszenierung von Peter Stein stammt aus dem letzten Jahr und wurde für die Opéra de Lyon entwickelt. Sie zeichnet sich durch stringentes Erzählen und recht konventionelle Figurenzeichnung aus – was auf der Bühne [weiter…]

Ein kräftiges Lebenszeichen von der ersten Oper der Moderne

Alban Berg, für den heuer – im Schatten des Genius Mahler – ein nur schemenhaft beachteter runder Geburts- und Todestag zu vermerken ist, ist immerhin den Wiener Festwochen ein eigenes Fest für Alban Berg wert: so kommen wir endlich wieder in den Genuss seiner Opern!

Hatte sein Lehrer Arnold Schönberg sich noch verhalten gewundert, ob [weiter…]

Ein vielgestalter Protagonist

Ein Stück für 3 Stimmen: Moses, Aron und das Volk Israel. Nirgends in der Opernliteratur wurde jemals dem Chor eine so tragende, vielfältige, dramatische Rolle geschrieben wie es Arnold Schönberg in Moses und Aron tat. Nachdem ich die DVD einer Aufzeichnung aus 2006 schon habe, war nun endlich auch ein Besuch der Wiederaufnahme dran.

Das [weiter…]

Pavel Haas Streichquartette

Die vier jungen Prager des Pavel Haas Quartett – erst kürzlich zu Gast im Konzerthaus – haben natürlich auch schon ein paar CDs eingespielt.

Die Streichquartette von Leos Janácek und Namenspatron Pavel Haas zeugen von der hohen Präzision und ausgefeilten Interpretationskunst der Musiker.

Es ist gut, dass sie das Schaffen ihres Prager Landsmanns Haas [weiter…]

Junge Quartettkunst

Das Pavel Haas Quartett gehört zu jenen – noch relativ – jungen Formationen, die rasch von sich reden machten. In erster Linie dankt sich das der Pflege eines nicht ganz alltäglichen Repertoires: da finden sich vor allem Einspielungen des namengebenden tschechischen Komponisten Pavel Haas, der 1944 von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde.

Im Konzert [weiter…]

Zu Gast: die Klassik der Moderne

Ausgerechnet die Bamberger Symphoniker kommen nach Wien, um uns die Quintessenz unserer zweiten Klassik zu präsentieren: Dirigent Jonathan Nott brachte ein Programm mit, das von den Wurzeln in Schönbergs Klavierstücken bis in die rhythmischen Ausbrüche in Bartóks Konzerten führte.

Einleitend spielte Pierre-Laurent Aimard die Drei Klavierstücke op. 11 von Arnold Schönberg. 1909 steckte Schönberg mitten [weiter…]