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Schade, sehr schade

Es gibt einen nicht unwesentlichen Unterschied zwischen gediegener und grauslicher Langeweile, obgleich man anerkennen muss, dass der Grat dazwischen schmal und insofern natürlich nicht eben leicht zu treffen ist. Die Staatsoper hat sich aber offenbar auf der weniger erträglichen Seite festgespielt.

An Modest Mussorgsky liegt es bestimmt nicht, wenn der Boris Godunow zur Mühsal gerinnt [weiter…]

Über das Dis in Dis-covered

Mezzo/Alt Elisabeth Kulman setzt eine Serie außerordentlich bemerkenswerter Performances fort mit einer CD, die sich Liedern und Stücken von Modest Mussorgsky widmet, gespielt allerdings mit einem ungewohnt besetzten Quartett aus hochkarätigen Musikern – mit Wurzeln im Jazz. Phänomenal! [weiter…]

Die große Ödnis der russischen Seele

Ich hatte mich durchaus gefreut auf Léos Janáceks Suite für Bläsensextett Mládi – doch hat ein übelwollender Krankheitsteufel wenig Einsehen mit mir. Wegen Ausfalls eines essentiellen Musikers wird das Programm des Klangforum Wien unter Emilio Pomárico empfindlich verändert.

In diesem zweiten Konzert des Zyklus Festliche Tage alter Moderne im Theater an der Wien wird vor [weiter…]

Nichts zu mäkeln – ein solider Boris aus Manhattan

Das Lobenswerte an den Live in HD-Übertragungen aus der New Yorker MET ist sicherlich, dass der Zuschauer sehr gemütlich in einem Kinofauteuil zu sitzen kommt, was angesichts der unbequemen und beengten Sitzreihen in den Opernhäusern dieser Welt schon ein Vorteil sui generis ist, und dass man wirklich viel zu schauen kriegt aus allernächster Nähe.

Insoferne [weiter…]

Geborgen aus flacher Zeit

Ach ja: sie kann mitunter doch was, unsere altehrwürdige Staatsoper!

Mit dem Boris Godunow von Modest Mussorgsky in der Regie von Yannis Kokkos ist ein Opernnachmittag zu erleben, der durchaus als gelungen zu bezeichnen ist – und sogar meinem steten Hang zur Moderne (frühe) Rechnung trägt:

Die 1874 erstmals aufgeführte zweite Fassung ist musikalisch kompromisslos [weiter…]