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Der Karfreitag, die Kirchen und die Frechheit

Ach ja: da ist er wieder: der Karfreitag. Nicht dass mich das kümmern würde – in zweierlei Hinsicht. Natürlich kümmere ich persönlich mich nicht um sowas; und es kümmert mich auch nicht, was andere tun, da möge jeder nach seiner Facon glücklich und von mir aus sogar selig werden. Solange sie mich damit in Ruhe [weiter…]

Vom langen Leben der Dummheit

Eine wirklich umfassende Geschichte hat der Oxforder Professor für Kirchengeschichte Diarmaid MacCulloch da geschrieben:

In seinem Buch Die Reformation 1490-1700 umspannt der Historiker nicht nur die Zeitspanne von den innerkirchlichen und politischen Entwicklungen, die direkt zu Luthers Thesenanschlag führten, bis zur Stabilisierung der protestantischen Reiche zu Beginn des 18. Jahrhunderts, sondern auch die Breite [weiter…]

Vom rigorosen Dualismus

Verfolgt man die Tendenzen der modernen Wissenschaften, der Physik, sowohl ins Kleinste hinab als auch in die Tiefen und die historischen Dimensionen des Universums, der Biologie, der Evolutionsbiologie, der Neurowissenschaften und zahlloser anderer Disziplinen, so gewinnt man den Eindruck, dass an ihrem Ende keine klaren, simplen Erklärungen, keine umfassenden Prinzipien, keine [weiter…]

Ein Buch über Religion

Weil Weihnachten ist?

Nein. Ich bin bei Thalia drüber gefallen: Mit des Engländers Christopher Hitchens‘ frechem Buch Der Herr ist kein Hirte kann man – zumindest in der ersten Häfte – durchaus seinen Spass haben; je länger aber der Text dauert, desto weiter und weiter hergeholt wird’s, was eigentlich dem Thema nicht unbedingt zugute kommt: [weiter…]

Ockhams Dreizack

Man kann ja durchaus eine Menge lernen, wenn man sich in der Geschichte der Philosophie umblickt. Selbst so gängigen Werkzeugen wie Ockhams Rasiermesser lohnt es bisweilen, auf den Grund zu gehen.

Nun war ja Wilhelm von Ockham beileibe nicht der Erfinder des Ökonomieprinzips im Denken. Die Anwendung eines solchen geht bis tief in die griechische [weiter…]

Philosophische Raubzüge

Zuweilen enden fundamentale Mißverständnisse mit Enttäuschungen; zu anderen Zeiten mit Ärger; dann und wann auch in Verwunderung…

Die Kette der Mißverständnisse ist lang, wenn in Verkleidung als Philosoph der Theologe Robert Spaemann ein Buch über die Existenz Gottes schreibt:

Zunächst einmal sollte die Philosophie schon die längste Zeit von der Theologie geschieden sein – genau [weiter…]

Sei ein denkender Mensch

Vieles in der Philosophie – insbesondere in den Versuchen, Systeme aufzustellen – will sich partout nicht mit dem bescheiden, was da ist, wie es der Pragmatismus tut. Bei der Suche nach innersten Grundlagen, nach Absolutheit, Prinzipien usw. schleichen sich ein Sollen und ein Zwang zum So-Sein ein, oft in der Gestalt von Geist oder Vernunft [weiter…]

Die lange Nacht der Kirchen

am 1. Juni 2007? Eine Nacht lang? Für mein Empfinden dauert sie schon über 2000 Jahre. Nicht zuletzt kann man das auch mithören, wenn der Pontifex durch Brasilien reist. Also: nicht der alte Pole, der neue Germane. Er spricht sich gegen Drogen und Sexualität vor der Ehe aus. Ein fast so innovatives Konzept wie die [weiter…]