Archiv

Vom Plätschern des Wohlgesangs

Zum Thema Staatsoper gibt es ja viel Neues: man hat Dominique Meyer den Vertrag nicht verlängert – auch gut, und wohl kaum zum Schaden des Hauses. Die Freude darüber, dass er den rumänischen Tennisspieler abgelöst hat, ist rasch verpufft. Ausser mit Durchschnittskost das Haus voll zu kriegen hat er wenig zuwege gebracht, das Bemerkenswerteste waren [weiter…]

Arme Armida

Nach der allerersten Premiere der Ära Meyer, zu der Marc Minkowski mit Glucks Alceste in der Staatsoper gastierte, war wieder gründlich Stille – vom neuen Wind ist, wie man in Wien sagt, nicht mal ein Lüfterl geblieben. Der Repertoirebetrieb quält sich durchs Jahr, was Neues gibt es nicht. Der Ausblick auf den November 2016 sagt: [weiter…]

Kleines Ensemble im großen Haus

Es ist ja schon ein Wenig spät in diesem Jahr, dem 225. Todesjahr des Opernreformators Christoph Willibald Gluck, als dass so plötzlich allerorten seine Werke auf die Spielpläne zu kommen brauchten – nun, gut ist es allemal, nachgerade in einem Haus wie der Staatsoper, wo man sich schon seit langem vor allem zu fürchten scheint, [weiter…]

Schade, sehr schade

Es gibt einen nicht unwesentlichen Unterschied zwischen gediegener und grauslicher Langeweile, obgleich man anerkennen muss, dass der Grat dazwischen schmal und insofern natürlich nicht eben leicht zu treffen ist. Die Staatsoper hat sich aber offenbar auf der weniger erträglichen Seite festgespielt.

An Modest Mussorgsky liegt es bestimmt nicht, wenn der Boris Godunow zur Mühsal gerinnt [weiter…]

Danke: Metzmacher – Kulman – Kirchschlager!

Wären da nicht weiblicherseits eine Spitzenbesetzung und ein bestens qualifizierter Dirigent, das Experiment, nach 80 Jahren endlich ‘Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny’ von Brecht/Weill auf die Bühne der Staatsoper zu bringen, würde in einer für das Haus inzwischen typischen französischen Fadesse enden. [weiter…]

Liebloser Umgang mit einer späten Erstaufführung

An der Wiener Staatsoper feiert Leos Janaceks ‘Aus einem Totenhaus’ Erstauffährung – mit nur 81 Jahren Verspätung. Und diesen raren Moment setzt Regisseur Konwitschny in großer Geste in den Sand. Generalmusikdirektor Welser-Möst rettet musikalisch auf der Linie. Gesanglich gibt’s wenig zu bewundern, man bestreitet die Premiere in Repertoirebesetzung. Schade. [weiter…]

Reprise ohne die glanzvolle Heldin

Zweite Aufführungsserie der Barockoper ‘Alcina’ von Georg Friedrich Händel an der Wiener Staatsoper. Die brilliante Anja Harteros fehlt diesmal im sonst unveränderten Ensemble, ersetzt durch eine mäßig begeisternde Inga Kalna; gut diesmal Vesselina Kasarova, herausragend Veronica Cangemi und Kristina Hammarström. [weiter…]

Kleinodisches zum Saisonbeginn

Eröffnung meiner Opernsaison mit Arabella von Hofmannthal/Strauss in der Staatsoper: Anne Schwanewilms und Genia Kühmeier sind grandios, Tomasz Konieczny gleichfalls. [weiter…]

Ein Drama – im Stück wie als ganzes

Nun ist die Anna Bolena keinesfalls eine der bemerkenswerten Opern von Gaetano Donizetti, sowohl was die Musik als auch was die Gesamtanlage betrifft, ist sie eher schwach. Dass man daraus dennoch so etwas wie einen Event machen kann, beweist sich anhand der Besetzung der Neuproduktion an der Wiener Staatsoper: Anna Netrebko als Anna Bolena, Elina [weiter…]

Ein Mozart klingt anders

Man ist ja allerhand Verstaubtes gewohnt von der Staatsoper – das Haus zeichnet sich in erster Linie durch seine große Tradition als Abspielstätte hoffnungslos vergammelter alter Inszenierungen aus. Doch falls es dazwischen mal was Neues gibt, ist das allemal einen näheren Blick wert – so war es zumindest bisher, denn sogar unter der Direktion Holender [weiter…]