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Aus Russland und der neuen Welt

Endlich geht’s wieder weiter mit dem Zyklus der Wiener Symphoniker: der ursprünglich vorgesehene Neeme Järvi ist erkrankt, das Dirigat übernimmt Vassily Sinaisky. Und das ist keineswegs ein Schaden, auch wenn anstelle des ursprünglich eingangs geplanten neuen Werks nun ein eher belangloses Stück Musik von Pjotr Ilych Tschaikowski ins Programm gehoben wurde: die Phantasieouvertüre “Romeo und [weiter…]

Versunkene Welt auf russisch

Slawische Saison in der MET – zumindest was den weltweiten Zugang vermittels Live in HD betrifft. Den Anfang dieses Reigens – es kommen dann noch Shostakovich, Dvorak und Borodin – macht Pjotr Ilych Tschaikowski: sein Eugen Onegin ist eins von diesen hoffnungslos romantischen Werken, denen ich nicht um die Burg besonders was abgewinnen kann.

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Russisch – jede Sekunde wert

Ein Konzert mit großen Russen, das jede Sekunde wert ist: Shostakovich’ FEstouverture und sein 2. Cellokonzert sowie Tschaikowskis fünfte Symphonie, tief russisch empfungen von den Symphonikern unter Vladimir Fedoseyev, am Cello Alexander Kniazev. [weiter…]

Ungleiche Paarung

Was Tschaikowski beinahe verbockt, gelingt Rachmaninow schlussendlich doch noch zu retten: die kürzere und zweite der Opern im Theater an der Wien vermag zu überzeugen. [weiter…]

Der lustlose Virtuose versenkt ein Standardwerk

Mit dem ersten Klavierkonzert op. 23 in b-moll von Pjotr Iljitsch Tschaikowski hat es eine ganz eigene Bewandtnis: es gehört zu den meistgespielten seiner Gattung überhaupt, und das dankt sich in erster Linie dem Einleitungsmotiv in Des-Dur, das weit über die Konzertsäle und die Hörerschaft von klassischer Musik hinaus bekannt ist.

Dabei ist gerade der [weiter…]

Wieder mal: Schade um ein Orchester

Um es vorweg zu nehmen: Eduard Lalo mag ein begnadeter Bratschist gewesen sein, er mag auch seine Soloinstrumentalisten, namentlich die an der Violine, mit wahren Gustostückerln versorgt haben, was ja durchaus hörbar ist, doch er war darüber hinaus ein fürchterlicher Ignorant dem Orchester gegenüber.

Da gastiert das Royal Philharmonic Orchestra schon mal in Wien, aber [weiter…]

Gar nicht staubig

Um des authentischen Eindrucks willen der Zeit, in die er die Handlung seiner Oper Pique Dame verlegte, baute Tschaikowski Material aus der Epoche Katharinas der Großen ein: die harmlosen volkstümlichen Lieder der Mädchen im 2. Bild, die Schäferinnen-Szene als eine Art von Oper-in-der-Oper beim anschließenden Maskenball, die Polonaise bei Ankunft der Zarin, oder das dürre [weiter…]

Mitgerissen von Spielfreude

Funktionales Spiel, nüchtern, frei von artifizeiller Phrasierung, kräftig und dabei ungeduldig – das Klavierspiel Sergej Prokofjews war zu seiner Zeit der Inbegriff des Neuen, nicht im Sinne einer Mode sondern eines Paradigmenwechsels, wie ihn Bartók, Stravinskij und andere für den Instrumentalvirtuosen propagierten.

Der junge österreichische Pianist Markus Schirmer demonstrierte im Großen Saal im Konzerhaus am [weiter…]

7 Gustostückerln und 1 echter Schmarren

Man soll ja bekanntlich als Freund der Oper nichts gegen Wagner haben. Habe ich auch nicht. Er zählt nicht zu meinen Favoriten, aber es geht so. Ein Vorläufer der Moderne halt. Das Unerträgliche an Wagneropern ist aber der Traditionskitsch, der sich über die Jahre und vollkommen eingelullt von der Aufführungspraxis noch aus Hitlertagen herüber gerettet [weiter…]