Kammeroper

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Kammeroper in der Krise

Die Wiener Kammeroper, in der ich seit einigen Saisonen gern zu Gast bin, kämpft mit einem KO-Schlag der Förderungspolitik. Der Bund droht, 2012 keinerlei Subventionen mehr zu leisten, die Stadt Wien verhält sich gleichfalls zögerlich. Bis Ende September kann man diese Petition noch unterschreiben!

Ein kräftiges Lebenszeichen von der britischen Oper

Ein musikalisch wirklich dichtes Stück, ein kräftiges Lebenszeichen der gemeinhin auf Purcell und Britten reduzierten britischen Oper, klein besetzt und doch mit großer Wirkung: die Kammeroper Wien setzt ein Stück des kompositorischen Autodidakten Harrison Birtwistle aufs Programm: The Io Passion. Inhaltlich ist das Werk eine mehrschichtige Überlagerung von Mythos, Psychologie Read more

Wüste Insel am Fleischmarkt

Die Wiener Kammeroper am Fleischmarkt hat sich auch heuer wieder eines Bühnenwerks von Joseph Haydn angenommen. Ein hübsches kleines Meisterwerk, das obendrein den Ruf geniesst, es sei die erste durchkomponierte Oper der Geschichte, ist die azione teatrale nach einem Libretto von Pietro Metastasio L’isola disabitata, die der Komponist selbst eine Read more

Kammerspiel vom Pazifismus

In seiner eigenen Laufbahn hat Benjamin Britten – zu sehr ungelegener Zeit: 1942 – die Verweigerung des Wehrdiensts durchgefochten. So ist ihm zeitlebens der Pazifismus ein auch künstlerisches Anliegen geblieben. Der Figur des Owen Wingrave, der ursprünglich aus einer Erzählung von Henry James stammt, hat Britten in der gleichnamigen Oper Read more

Bezaubernde Rarität im Haydn-Jahr

Die Rede ist natürlich von den Fischerinnen – Le Pescatrici – in der Kammeroper: ein so gut wie nie gespieltes Stück, das Haydn 1770 schrieb und zu Hochzeitsfeierlichkeiten auf Schloss Esterháza selbst uraufführte. Dieses Dramma giocoso ist wahrlich ein leichtfüßiges, schlank gebautes Werk mit belangloser Handlung aber beträchtlichem Charme. Und Read more