Verdi


Stehpartie mit Star-Bariton

Wieder einmal der Nabucco von Giuseppe Verdi, und wieder einmal singt Placido Domingo den Rest eines Ensembles an den Rand, gerade mal Bass Dmitry Belosselskiy in der Rolle des Priesters Zaccaria kann neben dem 77jährigen, spät-berufenen Bariton als Nabucco bestehen. Sopran Liudmiyla Monastyrksa als Abigaile singt brav, aber das ist […]


Vom Ersticken am Gesang

Es stimmt schon: liest man in Verdis Briefen nach, führt der Komponist des Öfteren die Klage, er wünsche sich eigentlich weniger Schöngesang und mehr Hässlichkeit. Und es stimmt auch: gerade die Lady Macbeth ist so eine Figur, der man zusätzlich zu bösen Motiven und skrupelloser Machtgier noch den Schiachgesang zutraut. […]


Ein notorischer Sir John 1

Sir John Falstaff ist ein notorischer Tunichtgut und Ambrogio Maestri ist ein ebenso notorischer Sir John. Er war in dieser Rolle natürlich auch schon an der Scala zu sehen, und zwar 2001 unter Riccardo Muti, 2004 an der Wiener Staatsoper – und bald wieder (im Jänner 2014) dann in Sao Paulo. […]


Das können’s in Wien auch…

Ich habe an dieser Stelle bereits ausreichend über die uninspirierte Programmgestaltung der österreichischen Auswahl der Live in HD Serie der MET in dieser Saison gemeckert. Les Troyens wird nicht in die heimischen Kinos übertragen, stattdessen ein paar eher sattsam bekannte Verdi-Opern, die auch sonst allerorten auf den Spielplänen stehen. Eine […]


Echt zum Heulen!

Wer auch immer die Programmierung der Cineplexx-Opera-Reihe zu verantworten hat: es ist ganz offenbar der blanke Populismus, der uns heuer vier Mal Verdi beschert, dazu zwei Donizettis, vom alten Wagner den Parsifal und – man höre und staune: – Händels Giulio Cesare in Egitto. Dagegen klingt die Liste der Live […]


Schau an, die gibt es auch noch

Eien Traviate aus New York, der diesmal Natalie Dessay neue Aspekte der Titelfigur abzugewinnen weiß. Gesungen wurde schon besser, musiziert auch. Und die inzwischen angejahrte Salzburger Festwochen-Inszenierung von Willy Decker kennt man auch schon zur Genüge.


Des Bucklichten misslungene Rache

Die Wiener Festwochen bringen eine beruhigte, aber nicht wirklich überzeugende Fassung von Verdi’s Rigoletto ins Theater an der Wien: Regisseur Luc Bondy hat dem Stück Glanz und alles Pompöse genommen, ihm dafür aber wenig psychologische Zeichnung oder sonstigen Ersatz gegeben. Ein gutes Sängerensemble um George Gagnidze und Chen Reiss macht das beinahe wett.


Man ist halt besseres gewohnt

Die MET übertrug in ihrer Live in HD-Serie Verdis ‘Troubadur’ in einer wenig bemerkenswerten Inszenierung von David McVicar und unter eher durchschnittlicher Mitwirkung von Sondra Radvanovsky, Marcelo Alvarez und Dmitri Hvorostovsky.


Die Wiederbelebung der Kameliendame

Peter Konwitschny inszeniert an der Oper Graz eine auf ihren dramatischen Kern reduzierte Traviate mit der phänomenalen Singschauspielerin Marlis Petersen – und führt vor Augen, dass in diesem Werk mehr steckt als gesanglicher Hochleistungssport.