harbran

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Ein Arthur für die Rundablage

Die musikalischen Qualitäten, die Henry Purcell seiner Semi-Opera King Arthur mitgegeben hat, sind unbestreitbar – die mangelnde Eignung für die Opernbühne aber ebenso. Es ist ein Schauspiel mit Musikeinlagen. Man müsste also ein ausreichendes Quantum an Geduld für eine blödsinnige Handlung mitbringen, um auf die gute Musik zu warten. Allerdings Read more

Tintoretto Cinquecento

Für Jacopo Robusti, genannt Tintoretto, der 1518 in Venedig geboren wurde, hat seine Heimatstadt sogar die hehren Hallen des Dogenpalastes geöffnet und daselbst eine umfassende Ausstellung seiner Werke zusammen getragen. Neben und nach Tizian war der kleine Färber wohl der prägendste Künstler der Renaissance in der Lagunenstadt. Allein durch die Read more

Theseus in Liebe

Selbstredend geht es in einer barocken Oper um nichts, wenn nicht um die Verstrickungen der Liebe. Sogar bei Helden, die für ganz andere Dinge bekannt wurden. Nur der Theseus ist eine Figur, bei der man die notorischen Wallungen der Librettisten schon in der Vorlage aufspüren kann: es ist jener Argonaut, Read more

Kuhbube’s Tändelei & Ende

Opernlibretti sind blödsinnig – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, Vorlagen ernsthafter Autoren helfen bisweilen ein Wenig. Aber nicht einmal jeder Librettist, der Shakespeare zur Hand nimmt, legt am Ende auch ein ernsthaftes Stück aus derselben. Nun ist aber erstens David Belasco kein ernsthafter Autor, von ihm hat aber, zweitens, Giacomo Read more

Ouvertüre im Galopp

Dirigent Diego Matheuz, noch so ein venezolanisches Jung-Genie, von wo man, scheint’s, inzwischen mehr Dirigenten als Erdöl exportiert, sprüht nur so vor Energie, was man gut und durchaus angebracht für einen Jungspund finden mag. Er treibt aber die Wiener Symphoniker im sprichwörtlichen Schweinsgalopp durch die berühmt-berüchtigte Ouvertüre des Wilhelm Tell. Read more