Schumann


Der Virtuose und die Langeweile

Vorneweg: warum man immer wieder hingeht, obwohl einem das Programm schon Fadesse verspricht, ist nicht einwandfrei zu klären. Man hofft halt immer auf ein Wunder! Obgleich mir gerade bei Johannes Brahms inzwischen längst klar sein sollte, dass das mit uns beiden nichts mehr wird. Und dann am selben Abend auch […]


In Mittelgeschwindigkeit

Was kann Nelson Freire für den Schumann? Es ist zu hören: nichts. Der Pianist wird des Komponisten Herr, was bei Robert Schumann zugegebenermaßen einfacher klingt als es zu spielen ist. Seine Schwächen offenbaren sich regelmäßig in der großen Form: ihm fällt zum Orchester nicht genug ein, er instrumentiert etwas zu […]


Muss denn immer Schumann sein?

Das Mahler Chamber Orchester besucht Wien mit einem vornehmlich romantischen Programm unter Dirigent Robin Ticciati, der von Anfang ein ein Wenig die Quirligkeit eines Dudamel verströmt, in freudiger Erregung hopst er durch die Ouverture zu ‘Béatrice et Bénédict’ von Hector Berlioz, was aber der musikalischen Seite keinerlei Abbruch tut. Der […]


Ein Abend der Kontraste

Wieder mal im Großen Saal des Musikvereins: schon beim Hineingehen weiss ich, warum ich da ganz und gar nicht gern bin – der Konzerthaussaal ist mir allemal lieber. Von dem tonnenweisen Gold wird einem effektiv schlecht. Die Akustik ist eine Frage des Geldes – auf günstigen Plätzen eher nicht so […]


Fahrt durch die deutsche Romantik

Das WDR-Symphonieorchester Köln unter Semyon Bychkov besuchte Wien und hätte ursprünglich den norwegischen Cellisten Truls Mork – einen meiner Favoriten – mitbringen sollen, doch der hat aus privaten Gründen abgesagt. Den Abend begann Bychkov mit der Overtüre zu Lohengrin – einem der wenigen Stücke von Richard Wagner, das wirklich konzerttauglich […]


Schumanns Schumann – ach ja

Mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment mühte sich heute im Grossen Saal des Konzerthauses Sir Simon Rattle durch zweimal Schumann, nachdem, dem Programm zu entnehmen, am Vortag schon die beiden anderen Symphonien zu hören gewesen waren. Ich habe mich mittlerweile dermassen gründlich in Mahlers Edition der Symphonien von […]


Posthumes Lernen 2

In einer Zeit, wo alles möglichst zurück ins Originale transponiert genutzt zu werden verlangt, mag es geradezu als ein Sakrileg gelten, dass da einer – Gustav Mahler – die Symphonien eines anderen – Robert Schumann – einer Revision unterzieht, um sie spielbar zu machen. Gut, das begab sich 1899 und […]