Moralphilosophie


Der postaugusteische Irrtum

Man darf, was die Samstags- und Sonntagszeitungen dieses Landes sich als kulturelle Beilagen umhängen, nur in des abschätzigen Sinnes Gebrauch mit dem Wort Feuilleton – so wie’s schon Karl Kraus gebrauchte – bezeichnen. Meist ist es der aktuellen Produktion der Nichtigkeiten gewidmet, der Schau in den Output nimmermüder Druckerpressen – […]


Am Ende bloße Poesie

Man soll ja nicht gleich das Ende der Philosophie ausrufen. Solches hat sie schon des öfteren überlebt. Allerdings ist es mehr ein Vegetieren, denn zu Fortschritten, wenn man das nicht teleologisch sondern durchaus im Sinne des Schreitens in irgendeine Richtung verstehen will, hat sie es auch nicht gebracht. Im Grunde […]


Schwierigkeiten mit der Freiheit

Die akademische Philosophie scheinen seit einigen Jahren gröbere Existenzängste zu plagen: und das ist gut nachvollziehbar, greift doch die Neurobiologie – als Wissenschaft der Erforschung von Gehirn und Sinneswahrnehmung – in eine Kerndomäne der spekulativen Philosophie ein: wenn sich wissenschaftlich klären ließe, wie Wahrnehmung funktioniert, wie Entscheidungen im Gehirn funktionieren, […]


Von der Vielfalt der Singularität

Der industrielle Massenmord, den Deutsch und Österreicher im Gefolge ihres geliebten Führers an den Juden und anderen, die ihnen in die Quere kamen, begangen haben, ist eine singuläre Erscheinung in der Geschichte. Man muss jedenfalls die Singularität dieses Verbrechens wieder und wieder bekräftigen, damit nicht diejenigen, die sich gegen diese […]


Nicht sollen dürfen 1

Wenn Odo Marquard schreibt: …dort, wo die Geschichtsphilosophie einstweilen, allein indem sie ist, was sie ist, Aggressionsbedarf lanciert, werden jene Positionen wieder interessant und diskutabel, die etwas statt der Geschichtsphilosophie tun. Die Geschichtsphilosophen haben die Welt nur verschieden verändert, es kömmt darauf an, sie zu verschonen. dann drückt er darin […]