Und das alles wegen…

Nicht mehr erhältlich – oder nur mehr antiquarisch -, aber ausnehmend lesenswert:

Pietro Redondi: Galilei der Ketzer

Der Fall Galilei gereicht der katholischen Kirche seit nunmehr zwei Jahrhunderten zur Lächerlichkeit, so viel ist inzwischen Allgemeingut. Und gemeinhin nimmt man an, Galileo Galilei sei wegen seiner im Gefolge Keplers ketzerischen Ansichten über das heliozentrische Weltbild [weiter…]

Geschichte des Stiefels

Auf die Reihe ist inhaltlich immer Verlass: der Reclam-Verlag lässt die Publikationen der Kleinen Geschichte von ausgewiesenen Experten oder kompetenten Kollektiven erstellen, die sich einem schlauen und tragfähigen Konzept unterordnen:

Für die Kleine italienische Geschichte zeichen als Herausgeber unt Mitautoren Wolfgang Altgeld und Rudolf Lill verantwortlich.

Die Darstellung beginnt aber zunächst mit dem Mittelalter, [weiter…]

Die kleine Geschichte eines kleinen Landes

Heute sind die Niederlande ein europäischer Kleinstaat mit gut funktionierende Wirtschaft – weit entfernt von einstiger Größe, und damit auch einer der eher weißen Flecken auf unserer historischen Landkarte, wennzwar einstmals die Österreichischen Niederlande Teil des habsburgischen Imperiums gewesen sind. Sie werden hierzulande gern als Problem der Spanier angesehen.

Der holländische Historiker Friso Wielenga [weiter…]

Von Eseln und Absurditäten

Giordano Bruno wurde als erster moderner Denken von einer noch zutiefst mittelalterlichen Kirche bei lebendigem Leibe verbrannt, weil er Dinge verkündete, die für uns heute selbstverständlich sind. Der Turiner Anacleto Verrecchio hat eine engagierte Biografie verfasst, die sich unter anderem auch dadurch auszeichnet, dass sie Esel Esel nennt… [weiter…]

Fruchtbarmachung einer blutigen Angelegenheit

Trotz seines blöden Untertitels ein glänzendes Buch: nicht nur die Vorbereitung und blutige Niederschlagung der sogenannten Pazzi-Verschwörung wird minutiös geschildert, auch die Einbindung ins gesamte Geschehen der Epoche gelingt dem Autor exzellent. [weiter…]

de rerum natura replugged

Ein typisch amerikanischer Bestseller, vereinfachend, superlativisch – aber immerhin gut zu lesen und interessant in einigen sonst von der Fachliteratur kaum beachteten Nebensachen. [weiter…]

Vom Gutschreiben fremder Früchte

Als Leiter der Iran-Abteilung des britischen Foreign Office gehört Michael Axworthy zweifellos zu den Auskennern. Im britischen Staatsdienst hat fachliche Kompetenz Tradition – im Gegensatz etwa zu seinem zutiefst provinziell geprägten österreichischen Pendant. Dennoch ist das Vorhaben schlicht atemberaubend: die Geschichte des Kulturraums Persien/Iran in einem knappen und lesbaren Buch darzustellen.

Mit Iran – [weiter…]

Ein Text in bester Aufklärungstradition

Manfred Geier sieht Aufklärung als ein europäisches Projekt – und hat damit natürlich recht. Aufklärung ist das zentrale konstitutive Element dieses Europa, nicht das Christentum oder das Abheben vom Islam. Und Aufklärung ist ein Projekt, auch heute noch. Das Buch arbeitet daran mit. [weiter…]

Aufklärung als Pläsir und Praxis

Die Gegenüberstellung der Lebensläufe des großen Preußenkönigs Friedrich II und des ersten amerikanischen Präsidenten George Washington bringt wenig Erhellung; ein Buch über Aufklärung ist es entgegen seinem Untertitel auch nicht geworden. [weiter…]

Vom langen Leben der Dummheit

Eine wirklich umfassende Geschichte hat der Oxforder Professor für Kirchengeschichte Diarmaid MacCulloch da geschrieben:

In seinem Buch Die Reformation 1490-1700 umspannt der Historiker nicht nur die Zeitspanne von den innerkirchlichen und politischen Entwicklungen, die direkt zu Luthers Thesenanschlag führten, bis zur Stabilisierung der protestantischen Reiche zu Beginn des 18. Jahrhunderts, sondern auch die Breite [weiter…]