Literatur

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Domestik und Unternehmer

Dienstag, 24. März 2009 - von harbran

Die meisten Geschichten vom Papa Haydn entbehren jeder Grundlage: der hochproduktive Komponist Joseph Haydn war einerseits eine Art höhergestellter Diener des Fürsten Nikolaus Eszterhazy, andererseits ein durchaus auf eigenen Vorteil bedachter früher Musikunternehmer, der bisweilen seine Werke und Zueignungen gleich mehrfach vermarktete.

In Joseph Haydn: Leben und Werk bescheibt der Musikwissenschaftler Hans-Josef Irmen kompetent nicht nur [...]


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Von der Bitternis sing, Göttin

Samstag, 4. Oktober 2008 - von harbran

Die Geschichte von Achilleus ist alt – sie steht am Anbeginn aller Geschichten: Homers Ilias, das Epos vom Krieg gegen Ilion, das man heute unter Troja kennt, ist nicht nur für die alten Griechen der Usprung der Literatur, sondern für das gesamte Abendland.
Allerdings sollte man meinen, dass es an Übersetzungen und Nacherzählungen mittlerweise reichlich genug [...]



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Brav hat er das g’macht

Sonntag, 21. September 2008 - von harbran

Natürlich kann der Torberg nix dafür. Er war ein zu spät in eine untergehende Epoche hinein geborener. Er war geduldet im Kaffeehaus bei den Großen dieses Metiers, schon als Abiturient ein Talentierter. Er hatte debüttiert – wenn man von einem Lyrikbändchen absehen will, von dem er später gerne selber absah – mit dem Pennälerroman Der [...]


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Was eine Übersetzung so ausmacht

Mittwoch, 2. Juli 2008 - von harbran

Nikolaj Gogol gilt als Klassiker der russischen Literatur – und wenn man die Maßstäbe unserer Klassiker deutscher Sprache daran anlegt, denn wird das wohl über weite Strecken gelten, so man eine Kraft und Macht der Sprache, in diesem Fall der russischen, anzunehmen geneigt ist, die sich uns – leider – in dieser Übersetzung nicht erschließt.

Was [...]


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Englisches Gemüse

Donnerstag, 26. Juni 2008 - von harbran

Was soll man zu einem Roman wie Struldbrugs von Ernst Brauner sagen?
Er hebt mit artifiziellen Sätzen an, die fast an Musil erinnern, nur dass der Autor das keine fünf Absätze durchhält. Er beginnt eine Geschichte zu erzählen, die sich um durchaus Interessantes drehen könnte, das Altern, die Illusion des Nicht-Alterns, die Absurdität von Unsterblichkeit, doch [...]



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Die Stiege im Neunten

Samstag, 26. Januar 2008 - von harbran

Nach vier Folgen kann wohl das Experiment einer Seifenoper auf Basis der Strudlhofstiege von Heimito von Doderer als gelungen bezeichnet werden, wenn auch nicht in allen Facetten:
Das Schauspielhaus liegt sinnigerweise in der Porzellangasse: in welcher Umgebung auch viel von der Handlung des Romans spielt, viele der Protagonisten wohnen – und nicht zuletzt auch die namensgebende [...]


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Themen: Literatur, Theater |    Keine Rekationen »

Frischzellenkur für einen alten Russen

Dienstag, 8. Januar 2008 - von harbran

Vor unzähligen Jahren gelesen und damals für wenigsagend befunden: ein typischer russischer Schwafler. Doch einerseits sind die Dinge in der Literatur nicht immer, wie sie scheinen, und andererseits – wird man eben älter.
Man kann natürlich lange darüber debattieren, ob man Tolstoj oder Dostojewskij für elendige Langeweiler halten darf oder nicht. Wahrscheinlich sind sie es nicht [...]


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Viel ist hingesunken uns zur Trauer

Mittwoch, 26. Dezember 2007 - von harbran

und das Schöne zeigt die kleinste Dauer…
Dem wäre wenig hinzuzufügen. Eine Radioversion der Strudlhofstiege von Heimito von Doderer fällt auf jeden Fall unter die Gruppe derjeniger Dinge, die uns zur Trauer gereichen. Nicht nur, dass jede audiovisuelle Umsetzung eines Lieblingsbuchs mit der eingebrannten Vorstellung des Lesers kollidieren muss – das kennt man von den leidigen [...]


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Ein Buch über Religion

Sonntag, 23. Dezember 2007 - von harbran

Weil Weihnachten ist?
Nein. Ich bin bei Thalia drüber gefallen:

Mit des Engländers Christopher Hitchens‘ frechem Buch Der Herr ist kein Hirte kann man – zumindest in der ersten Häfte – durchaus seinen Spass haben; je länger aber der Text dauert, desto weiter und weiter hergeholt wird’s, was eigentlich dem Thema nicht unbedingt zugute kommt:
Wie die Religion [...]


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Themen: Literatur, spoudogeloion |    Keine Rekationen »

Maul halten

Freitag, 5. Oktober 2007 - von harbran

Ich pflege der Gegenwart und ihrer Literatur mit dem groben Sieb der zpersönlichen Relevanz zu begegnen: wenn man bedenkt, wie viel geschrieben wird und erscheint, und wie viel davon man eigentlich sinnvollerweise lesen kann, ob mit Genuss oder ohne, dann braucht man solche Korrektive. Also versuche ich, entweder meinen thematischen Neigungen nachzugehen (was Geschichten von [...]



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